Ihre Meinung ist uns wichtig!

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126 Gedanken zu „Ihre Meinung ist uns wichtig!

  1. Christian Oberstadt, Walpersdorf

    Soso, meine Meinung ist Euch also wichtig, na dann will ich sie mal raushauen, bin sehr gespannt, ob sie im Forum verbleiben darf:
    Unsere Dörfer haben also Zukunft – auch ohne Windkraft, dieser Satz, der in meinen Augen ohne jeglichen Sinn und Verstand ist, bekommt nicht deswegen einen solchen, weil manche Menschen damit in lebensgroßen Lettern ihre Vorgärten plakatieren, meines Erachtens outen sich diese dadurch lediglich dahingehend, dass sie nicht willens oder fähig zu sein scheinen, über ihren eigenen Tellerrand, der zugegeben natürlich hier in dieser Gegend mit mehreren hundert Metern über dem Meeresspiegel -noch- über eine durchaus üppige Höhe verfügt, hinauszuschauen, das ist wirklich traurig, wie ich finde, denn es geht beim Thema Energie tatsächlich nämlich ganz und gar nicht nur um die Zukunft unseres Dorfes, sondern um die unseres Planeten und damit natürlich letztlich eben doch auch um die unserer Dörfer, unserer Kinder und Kindeskinder und die geht uns nunmal alle an.
    Die ganze Welt wird sich nun langsam und offenbar leider viel zu spät darüber einig, dass schnellstens ganz viel passieren muss, um die globale Erwärmung einzudämmen, die ganze Welt…….? Nein, ein kleines gallisches Dorf….. (frei nach Asterix). Ich glaube, einmal nur eine Woche ohne Strom leben zu müssen könnte hier in vielen Fällen „äußerst heilsam“ sein. Unser Energiehunger wächst ins Unermessliche, derweil z.B. in Südostasien die dort lebenden Menschen bereits heute regelrecht absaufen mit all ihrem Hab und Gut und ihrer Heimat, das bedeutet letztlich weniger Lebensraum für immer mehr Menschen, aber hier bei uns auf dem Lande ist ja noch genügend Platz für all diese armen Teufel, wir haben ja gottlob eine Willkommenskultur, aber das ist ein anderes Thema, zu dem sich künftig hoffentlich keine weiteren Plakate gesellen.
    Wozu also brauchen wir erneuerbare Energie-Ressourcen und diese am dicken Ende auch noch direkt vor unserer Haustüre, bei uns kommt doch der Strom aus der Steckdose. Ihr glaubt allen Ernstes, es sei erst 5 vor 12??? SCHÖN WÄR´S!!!

    Treffen sich 2 Planeten, der eine sieht schon von Weitem, dass es dem anderen gar nicht gut geht. Dieser stöhnt auch ganz jämmerlich, er habe hohes Fieber, starke Allergien, überall Ausschlag und fühle sich gottserbärmlich schlecht. Der andere sieht ihn sich an und beruhigt ihn mit den folgenden Worten: „Aaaach Alter, mach Dir keine Sorgen, diese Krankheit kenne ich, hatte ich auch mal, sie heißt „HOMO SAPIENS“, das geht von allein wieder weg!!!“ :(((

  2. Ulrich

    Gar keine Windkraft?

    Ok, Sie mögen die Windkraft nicht.

    Aber was sind Ihre Alternativen?

    Atomkraftwerke, Kohlekraftwerke?
    Wasserkraftwerke sind geographisch bei Ihnen wohl nicht möglich und Photovoltaik habe ich in Ihren Orten auch kaum gesehen.

    Aber ohne Strom haben Ihre Dörfer wohl auch keine Zukunft?!?

  3. Werner Halbe Artikelautor

    Nachrichtentext:
    Martin Kraft Ornithologe und Prof an der Uni Marburg

    Je weiter ich in die Wälder des Sauerlandes vorstoße, desto deutlicher wird mir die ökologische Bedeutung der unzähligen CO2-Senker! Alte Berkwerksstollen voller Fledermäuse, heimliche Wildkatzen und Pinselohren auf dem Vormarsch, seltene Orchideen und glasklare Wasserfälle, enorm hohe Siedlungsdichten von Fichtenkreuzschnäbeln, Nussknacker mit weißen Tupfen auf braunem Grund – und endlose Schwärme von Zugvögeln, die das weite und hohe Rothaargebirge überfliegen und auf den vielen Freiflächen rasten. Noch ist die Luft rein und man hört die Glockenrufe der intelligenten Kolkraben. Noch können sich gestresste Menschen in der einzigartigen Natur und in komfortablen Wellness-Hotels wohlfühlen, noch!! Wenn schon überall von Bio-Diversität die Rede ist, dann sollte man diese erhalten und fördern, aber ohne Windräder, die alle Wälder zu Industrielandschaften verkommen lassen! Nein, so geht das nicht! Deshalb plädieren meine Mitstreiter und ich für einen künftigen „Nationalpark Rothaargebirge“. Dieser ist schon lange überfällig!

  4. Niklas Teppe

    Ich finde, dass der Ausbau von Windenergie nur dann Sinn hat, wenn handfeste Beweise für (oder gegen) die hier beschriebenen Symptome und Erscheinungen publik gemacht werden.

    Das war alles, was ich sagen wollte.

  5. Peter

    Bin heute mal in DEUZ gewesen, komme aus Bad Laasphe und war entsetzt über die Ablehnung von Windenergie bzw. der Windräder……

  6. Büdenbender Matthias

    Wind und kein Ende
    Was bitte muss noch alles passieren, um den windigen Geschäftetreibern das Handwerk zu legen? Wann werden unsere Politiker unserer Großstadt Netphen den Wahnsinn begreifen? Erst dann wenn alles zu spät ist? Ich höre Sie schon heute sagen, so haben wir uns das nicht vorgestellt. Es ist dann aber zu spät! Die Fakten liegen auf dem Tisch, mit Wind allein bekommen wir definitiv keine Energiewende hin. Die Speicherung ist auf absehbare Zeit nicht möglich. Die Probleme mit dem Strom, der fließt wenn ihn keiner braucht und nicht da ist wenn er sehnsüchtig erwartet wird, werden mit jedem Windpark größer. Wir werden also noch mehr „Schattenkraftwerke“ am Laufen haben müssen um zu gewährleisten, dass die Netze nicht zusammenbrechen. Mit Energieeffizienz hat das nichts zu tun – eher mit Energieverschwendung. Wie viele von den politischen Entscheidern haben sich die Mühe gemacht sich den Einschnitt in die Landschaft am Sohl einmal anzusehen? Wer hier von kleinen Einschnitten redet, die das Ökosystem nicht belasten, weiß nicht wovon er redet. Auch die Grundstückseigentümer, die mit den Erträgen aus den Pachtverträgen den Wald schützen wollen, wissen aus meiner Sicht nicht wovon Sie da reden (oder wollen es nicht wissen!). Wir reden hier über 12 mögliche 200 m Giganten die nachts auch noch blinken wie ein amerikanischer Weihnachtsbaum, mit dem Unterschied, dass sie nicht nur im Dezember blinken, sondern das ganze runde Jahr Konjunktur haben. Von der möglichen Lärm- und Schattenschlagbelästigung ganz abgesehen. Wer den Wald schützen will, kann unmöglich für Windkraftanlagen im Wald stimmen. Wer dies dennoch fordert und forciert, kann dies nur aus finanziellen Gründen wollen. Wenn sich der Eigentümer da nicht mal täuscht. Dass die weit überwiegende Zahl an Windparks an Land defizitär laufen, ist hinlänglich bekannt. Was ist, wenn die finanziellen Mittel aufgebraucht sind und die Insolvenz droht? Wo kann außer an der Pacht gespart werden? Es ist doch logisch, dass bei einer Sanierung bei den Pachtzahlungen als erstes gespart werden wird, der Grundstückseigentümer hat ja keine Wahl, die Windmühlen stehen nun einmal auf seinem Grundstück, diese wird er so schnell nicht mehr los. Auch das finanzielle Risiko des Rückbaus, wird aus meiner Sicht völlig unterschätzt. Es heißt, dafür haben wir eine Bürgschaft. Schön, für die Bürgschaft. Diese ist bei den mir bekannten Summen recht schnell aufgebraucht, somit sind wir wieder bei den Grundstückseigentümern – diese müssen dann für den Differenzbetrag aufkommen. Dies ist nun einmal so, ob dies jedem so bewusst ist, ziehe ich zumindest in Zweifel. Auch das private Haftungsrisiko jedes einzelnen wird aus meiner Sicht völlig unterschätzt. Sollte das Geld nicht reichen, so haftet jeder Eigentümer in einer Genossenschaft gesamtschuldnerisch, soll heißen wenn einzelne nicht zahlen können so zahlt der der kann! Dieses Risiko trifft jeden Anteilseigner einer Genossenschaft und kann nicht ausgeschlossen werden. Für die einzelnen Hauseigentümer der betroffenen Ortschaften besteht zudem das Risiko eines nicht abzuschätzenden finanziellen Verlustes seines Immobilienwertes. Dies zeigt sich nicht nur beim Verkauf, sondern auch bei der Möglichkeit der Beleihung. Sollte die Immobilie nicht mehr werthaltig sein, so hat der Eigentümer weniger finanzielle Möglichkeiten bei der Kreditaufnahme. Das alles scheint aber leider keine Rolle zu spielen, obwohl in Arnsberg ja kräftig zurückgerudert wurde. Auf einmal heißt es lt. SZ vom 6.5.20115. „… Die in den kommunalen Flächennutzungsplänen bereits enthaltenen Vorrangflächen für Windenergieanlagen können so berücksichtigt und angerechnet werden. Das hat auch für unsere Kommunen im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein erhebliche Bedeutung!“ Hat man hier nicht etwa schon zu schnell Fakten seitens der Stadt Netphen geschaffen? Wenn selbst im Kreisgebiet niedergelassene Ärzte auf die Gefahren der Windkraft hinweisen und Abstände von bis zu 3.000 Metern zur Wohnbebauung fordern, so sollte man diese Warnungen ernst nehmen und nicht erst abwarten ob der Schaden eintritt. Es ist für mich auch nicht von Belang ob das irgendein Landesvertreter/-gesetz anders sieht. Gesetzte und auch Vertreter ändern sich. Wo ein Wille ist, da ist bisher immer ein Weg gewesen. Ich fordere die Verwaltung und die politischen Vertreter hiermit auf, alles in Ihrer Macht stehende zu tun um die Bevölkerung zu schützen. Die Politiker sind die Vertreter der Einwohner und Diese haben sich mehrheitlich gegen diesen Wahnsinn ausgesprochen.

    Matthias Büdenbender, Dermbachstr. 12b, 57250 Netphen

  7. Dominik Jost

    Großartig! Toller Erfolg! Dann haben die Menschen aus dem Werthetal ja wenigstens eine Zukunft. Hatte schon das schlimmste befürchtet…

  8. Michael Funke

    Hallo alle zusammen.
    Als ich heute die SZ gelesen habe ( Bericht Seite 5 ) war ich sehr froh,
    das sich die Hauberggenossenschaft gegen eine Verpachtung der Flächen
    entschieden hat.
    Ich finde das als ein gutes Zeichen und hoffe, andere Genossenschaften ziehen gleich.
    Wenn ich mir die Bilder vom geplanten Windpark auf der Seite der Stadt Netphen ansehe,
    kommt mir das grausen.
    Darum an alle beteiligten Wald-Haubergsgenossenschaften:
    Seht nach Werthenbach und nicht auf den Gewinn, der eigentlich nicht vorhanden ist.

  9. Hardenack, Bertold

    Was die Abstimmungen in Waldgenossenschaften, die früheren Haubergsgenossenschaften anbelangt, ist folgendes richtig zu stellen:
    Das Stimmrecht richtet sich gemäß den allgemein gültigen Satzungen dieser Genossenschaften nach den Anteilen. D. h. zum Beispiel, wenn eine Waldgenossenschaft 1000 Anteile gesamt hätte, so würde ein Anteilseigner mit bspw. 120 Anteilen = 120 Stimmen besitzen, der Anteilseigern mit 20 Anteilen aber nur 20 Stimmen. So kann es also sein, dass wenige Anteilseigner mit jeweils hohen Anteilen durchaus die Mehrheit (Personenmehrheit) der anderen überstimmen können. Dabei muss man daran denken, dass diese natürlich auch ein besonderes persönliches Interesse am Bau von Winkraftanlagen auf den Flächen ihrer Genossenschaft haben, denn sie profitieren ja am meisten von den satten Pachteinnahmen, welche die Windkraftbetreibergesellschaften offensichtlich zu zahlen bereit sind.

  10. Rüdiger Bradtka

    Nicht nachlassen!!!

    Kürzlich hat die Bezirksregierung Arnsberg den Entwurf ihres Regionalplans Teilplan Energie veröffentlicht. Ich kann nur empfehlen, sich damit zu beschäftigen. Meines Erachtens werden die Standortfaktoren für den Bau von Windrädern immer mehr erweitert. Auch in Netphen. Was den Entwurf betrifft, so höre ich immer wieder, dass der Bergrücken Werthe- und Siegtal nicht mehr dabei ist. Ich kann nur raten, den Protest gegen die geplante Maßnahme eher zu verstärken als darin nachzulassen.

    Schaut die Bilder und Videos an. Hilft dabei sich vorzustellen wie hoch ein Windrad von 200 Meter ist.
    http://www.windwahn-bad-mergentheim.de/de/top/vereinsaktivitaeten/13-07-2013-hubschrauberdemonstrationsflug-in-althausen/

  11. Gerd Adolph

    Man sollte nicht vergessen, dass erneuerbare Energie seit dem Atomunfall (Naturkatastrophe Japan) von jedem ohne WENN und ABER gewünscht ist. Möglichst von heute auf morgen alle Atommailer dichtmachen, ohne zu überlegen, wo denn der Strom herkommt?
    In ein paar Jahren wird der Strom für den „Otto Normalverbraucher“ fast unbezahlbar sein.
    Man hätte alles viel langsamer angehen müssen und nicht von heut auf morgen alle Kohle und Atomkraftwerke zu deaktivieren.
    Das man jetzt keine gesundheitsschädigende Windräder in der Ortschaft haben möchte, ist für mich auch verständlich.
    Aber wohin mit den Dingern…..irgendwo in die „Wallachhei“ prima!!
    Das wäre doch eigentlich sinnvoll — aber wenn da nicht eine seltene Raupe ihre „Kinderchen“ ausbrütet. Also geht das auch wieder nicht.
    Ja wo denn dann, wohin mit den Windrädern.

  12. Godehard Neuser

    Um Schaden von Mensch und Natur abzuwenden, ist es erforderlich das sich ein starker Bürgerwillen gegen ein solches Projekt zur wehr setzt. Sicherlich brauchen wir in Deutschland im Zuge der Energiewende Flächen auf denen Windparks entstehen sollen und in deren Umfeld auch die Voraussetzungen für ein solches Projekt stimmen. Dies scheint mir in diesem Falle nicht so zu sein. Da die politischen Rahmenbedingungen in Arnsberg und anderswo für die Vorrangflächen im
    Netpherland noch nicht einmal klar sind ist meine ablehnende Haltung sicherlich gerechtfertigt. Denn letztlich dies haben uns verschiedene Projekte und Fehlentscheidungen gezeigt, zahlt im der Bürger (Steuerzahler) die Zeche.

  13. Christian Boch

    Wir leben scheinbar in einer Diktatur, anders kann ich mir nicht erklären wenn man sieht das Deutschland weit sich die Menschen zusammen organisieren um gegen die Zerstörung unserer aller Heimat zu kämpfen, auch die Politik wird irgendwann erkennen müssen das der jetzt eingeschlagene Weg eine Einbahnstrasse mit Sackgasse ist!
    http://www.cesifo-group.de/de/ifoHome/events/individual-events/Archive/2013/vortrag-sinn-lmu-20131216.html
    Der Präsident des Ifo Instituts erklärt dies in seinem Vortrag mehr als deutlich!

  14. Clemens Keiffenheim

    UndankbaresGemeckere hier! Wind Kraft ist doch die Chance für die Region, endlich auch mal zu Wohlstand zu kommen!!!
    So jedenfalls verkaufen es uns Poltiker und machen es sich in ihren windkraftfreien Städten bequem. Wo leben wir eigentlich heutzutage?

  15. Martin Hanke

    Liebe Nachbarn und Mitbürger,
    es muss unser ALLER erklärtes Ziel sein das diese Ungetüme nicht bei uns gebaut werden.
    Es gibt keinen vernünftigen Grund für einen Bau dieser Anlagen.

  16. M. Büdenbender

    Wir selbst haben seit Jahren eine Solarthermie sowie eine Photovoltaik Anlage auf dem Dach. (unter´m strich, erzeugen wir unsere komplette Energie selbst… also quasi Autark) Wir sind also nicht abgeneigt gegenüber Regenerativer Energie!!! Im Gegenteil, jeder der kann sollte eine solche Kombi auf seinem Dach Installieren.
    ABER, solche Monster in die Landschaft zu stellen, da hört auch bei uns der Spass auf! Zumal wir genau gegenüber, in direkter Sichtverbindung Wohnen. Keine all zu schöne Vorstellung, diese Windmühlen immer vor der Nase zu haben. Nein Danke!!! Sonnst werd ich noch zu Don Quichotte…

  17. Emil

    Wenn es nicht zuviele Umstände macht, könnte man eine weitere Landing page erstellen, welche sehr kurz erklärt worum es geht, evtl. Mit einem Link zur Unterschriftenliste. Diese neue Landing page könnte man hervorragend für einen 3D barcode verwenden (denn wir wissen, der Mensch ist faul und will nicht viel lesen).

    Dieser barcode an den richtigen Stellen im Siegerland kann bei tausenden weiteren Unterschriften helfen.
    Kümmert euch um die Landing page – ich mache den Rest.

    Viele Grüße
    Emil

  18. Rüdiger Stahl

    Noch ein Gedanke zu der Verpachtung von Grundstücken durch die Haubergs“genossenschaft“: Über die Verpachtung von Grundstücken durch die Haubergs“genossenschaft entscheidet die Genossenschaftsversammlung – und nur diese!!! Nicht alleine der Vorstand! Die Abstimmung erfolgt vom Grundsatz her als offene Abstimmung mit der einfachen Mehrheit – also mit einer50%-Mehrheit! Dies regelt immer die Satzung der „Genossenschaft“. Die einzelnen Satzungen sind an einer Mustersatzung angelehnt – dies dürfte auch so in Werthenbach sein! Also müssten die Hälfte der Anteilseigner der Verpachtung der Flächen an die Windkraftbetreiber in einer Versammlung vom Grundsatz her offen zustimmen! Ist dies dem Vorstand so bekannt? Damit dürfte die Verpachtung nicht zustande kommen weil wohl keine Mehrheit vorhanden!

    Ich frage mich auch so nebenbei: Das Gemeinschaftsermögen der Haubergs“genossenschaft“ darf ja nur im Rahmen der Vorschriften des Gemeinschaftswaldgesetztes bewirtschaftet werden: Deckt dies auch die Verpachtung zum Zwecke einer industriellen Nutzung durch Windkraftbetreiber ab! Dies vermag ich einmal stark anzuzweifeln (weiss ich aber aus dem Moment heraus nicht genau)

    Rüdiger Stahl

  19. Marco Pilotto

    In Ergänzung zu den letzten Hinweisen hier im Forum bleibt festzuhalten, dass der Rat der Stadt Netphen lediglich die Möglichkeit hat an kleineren Stellschrauben (wie ggfs eine Höhenbeschränkung) zu drehen. Komplett in der Hand haben es allerdings die Haubergsgenossenschaften.
    Ich kann nur appellieren, dass sich die „Genossen“ im Klaren darüber werden, was sie den Ortschaften und sich selber samt ihren Familien (neben den schnellen Pachtentgelten) mit den Windmühlen antun. Auf die vielfach diskutierten Punkte wie Schattenwurf, Schallemission, Wertverlust der eigenen Immobilien (der das Pachtentgelt auch übersteigen kann ….) will ich nicht weiter eingehen. Hier liegt aber das sehr hohe Maß an Verantwortung bei den Entscheidungsträgern. Kommentare wie „die seht ihr doch gar net“ sind hier eindeutig Fehl am Platze und zeugen m.E. von einseitigem Desinteresse bzw. sie blenden die Realität einfach aus.
    Bezüglich der wirtschaftlichen Aspekte möchte ich das Risiko nochmals verdeutlichen. Auf die Rückbaurückstellungen der Windparkbetreiber kann man sich nicht verlassen, da diese rein bilanzielle Vorsorge nicht sicherstellen kann, dass nach 20 Jahren auch tatsächlich die notwendigen Mittel für den Rückbau zur Verfügung stehen. Die vor Baubeginn der Genehmigungsbehörde vorzulegende Bankbürgschaft ist i.d.R. nachrangig; dies bedeutet, dass zunächst auf den Grundstückseigentümer zurückgegriffen wird. Dies sind in unserem Fall die Haubergsgenossen als Gesellschafter der GbR; hier wird bis ins Privatvermögen durchgegriffen. Auch wenn sich die Haubergsgenossen ihrerseits ggü dem Betreiber mit einer weiteren Bürgschaft absichern sollten, bleibt das Risiko der Höhe der Rückbaukosten. 6,5 % der Investitionssumme sind m.E. ein reiner Schätzwert. Der Windenergie-Erlass NRW sieht die 6,5% zumindest als Untergrenze an. Bei den geplanten Anlagen führt dies zu Bürgschaftssummen von ca. 300 TEUR. Ob diese allerdings ausreichend sind, steht in den Sternen. Nach kurzer Internetrecherche kam ich zu dem Ergebnis, dass bereits in 2011 Rückbaukosten von 135 TEUR für eine Anlage mit 94m Nabenhöhe von einem Anlagenhersteller abgeschätzt wurden. Die Zahlenbasis dafür war das aktuelle Preisniveau 2011. Rechnet man dies mit dem Faktor 1,5 auf die großen geplanten Anlagen um und geht man vom Jahr 2036 als Rückbau aus, ergibt sich bei einer Kostensteigerung von nur 2,25% p.a. vereinfacht gerechnet ein Wert von 135 TEUR * 1,5 = 203 TEUR + 56% (25 Jahre * 2,25%) = 317 TEUR. Allein an dieser simplen Kalkulation kann man erkennen, dass die Haubergsgenossen „mit dem Feuer spielen“. Will wirklich jeder einzelne „Genosse“ dieses Risiko gehen?? Ich kann es mir einfach nicht vorstellen.
    Ich kann nur hoffen, die „Entscheider“ werden sich Ihrer Verantwortung für sich und alle anderen Betroffenen bewusst.
    Mit freundlichen Grüßen
    Marco Pilotto, Nenkersdorf

  20. Rüdiger Stahl

    Die Haubergs“genossenschaften“ in der heutigen Form wurden gegründet da gab es die BGB-Gesellschaft schon längst! Aber unwichtig: Was zählt ist heute!!!! Kennt denn ein „Genosse“ – sprich Gesellschafter – die Satzung seiner „Genossenschaft“???? Oder doch besser seiner BGB-Gesellschaft! Ich glaube keiner! Könnt ihr doch mal einsehen oder beim Haubergsvorsteher anfordern (Aber bitte nicht alle auf einmal :-)). Sonst „Land unter“!!! !

  21. Hendrik

    Ergänzung: Die Endgültige Entscheidung trifft nicht der Rat, sondern die Waldgenossen!

  22. Hendrik

    Guter Hinweis Herr Stahl,

    obwohl die Waldgenossenschaften in unserer Region doch keine GbR oder BGB sein können, da diese schon lange Zeit vor dem BGB gegründet wurden. Aber auf dem Gebiet sind Sie sicherlich eher Experte als ich es je sein könnte.

    Also Waldgenossen: Seid euch bewusst welches Risiko ihr für den (kurzfristigen) Profit eingeht.

    Zum Hinweis von Marco sei angemerkt:
    Einzelne Kandidaten der CDU in Netphen lehnen den Windpark in Werthenbach ebenso ab wie die FDP in Netphen.

    Am besten sprecht/schreibt ihr euren Kandidaten vor der Wahl noch an, falls ihr unsicher seid.

    –> siehe auch „Wer sind wir“ und „Ihre Meinung ist uns wichtig“: Hier haben manche Kandidaten ihre Meinung kundgetan.

  23. Rüdiger Stahl

    In meinen Augen kommt ein wichtiger Punkt in der ganzen Diskussion zu kurz – die „Haubergsgenossen“. Hier insbesondere die gesellschafts- sowie steuerrechtliche Seite dieser Personen.

    Dazu folgendes:

    Als Verpächter treten ja hier die Haubergsgenossenschaften auf. Die Haubergs“genossenschaft“ ist rechtlich keine Genossenschaft. Dies ist gesellschaftsrechtlich eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (also eine so genannte GbR / BGB-Gesellschaft) Dies weiß in der Praxis kaum einer. Das heißt, die Gesellschafter – unfachmännisch hier die Genossen – stehen für alle Rechts und Pflichten der Gesellschaft ein. Was ist dann wenn die GbR für irgendwelche Verbindlichkeiten in Anspruch genommen wird – zum Beispiel bei dem Punkt „Rückbauverpflichtung“ usw. Klar – die Privatpersonen stehen dafür gerade. Also mit dem eigenen Portemonnaie!

    Auch steuerrechtlich so eine Sache: Die Haubergs“genossenschaften“ müssen ja auch eine Steuererklärung beim Finanzamt einreichen. Hier werden die Einnahmen und Ausgaben erklärt. Dann zukünftig ja die Pachteinnahmen aus der Verpachtung an die Windkraftbetreiber. Jeder einzelnen muss dann seinen Gewinnanteil in seiner persönlichen Einkommensteuererklärung versteuern. Das kostet Steuern! Problem oft an der Sache: Die Versteuerung erfolgt auch wenn die Haubergs“genossenschaft“ das Geld nicht laufend an die „Haubergsgenossen“ ausschüttet. Zum Beispiel weil dort in der Gesellschaft Rücklagen gebildet werden. Das heißt dann aber in der Praxis für jeden Einzelnen er muss Steuern Zahlen auf den rechnerischen Gewinn obwohl er kein Geldzufluss aus der Gesellschaft bekommen hat. Und ich denke in Wertenbach bzw. im Siegtal gibt es einige „alte“ Häuser die viele Haubergsanteile haben. Liquiditätsmäßig eine Katastrophe.

    Die Verpachtung der Grundstücke stellt doch bestimmt in der Haubergsgenossenschaft kein laufendes Geschäft dar. Hier bedarf es doch sicherlich der Zustimmung der „Genossen“ in einer Gesellschafterversammlung. Der Vorstand kann dies doch wohl nicht selbst entscheiden.

    Hat sich einer mal mit dem Punkt „Jagdpacht“ beschäftigt. Dies ist ja doch für die Haubergsgenossenschaften immer eine wichtige Einnahmen. Diese wird sicherlich durch die Windkraftanlagen zunichte gemacht. Zukünftig wird der Jagdpächter nicht mehr den bisherigen Preis bezahlten. Dadurch wird sich die Einnahme aus der Verpachtung der Grundstücke wahrscheinlich stark relativieren.

  24. Marco Steiner

    Es sollte sich jeder ganz genau überlegen, wen er bei der Kommunalwahl in den Rat der Stadt Netphen wählt.
    Dort wird die Entscheidung getroffen !!

  25. Dr. Wolfgang Sonneborn

    An alle Betroffenen aus Werthenbach und Umgebung,
    sehr geehrter Herr Büdenbender,
    vielen Dank für Ihre hochinformative Veranstaltung vom Fr. den 16.05.2014, die mir den ganzen Widersinn der Energiewende drastisch vor Augen geführt hat.
    Als 1. Sprecher des Kreisverbandes Siegen-Wittgenstein der Partei „Alternative für Deutschland“ erkläre ich mich solidarisch mit Ihnen und teile vollumfänglich Ihre berechtigten Sorgen und Interessen.
    Besonders erschreckt hat mich an ihrem konkreten Schicksal, wie hier auf fremdherrschaftliche Weise ein ideologisches, nichtsnütziges Großprojekt gewachsenen Dorfstrukturen aufgezwungen werden soll, wo die Menschen eigentlich nur Ruhe und Frieden haben wollen.
    Dabei werden nach dem Prinzip „Teile und Herrsche“, Dörfer gegeneinander ausgespielt, Nachbarn, die weit weg wohnen, gegen die, die nah dran wohnen, potentielle Verpächter gegeneinander oder gegen die Wohnbevölkerung usw…
    Den Schwächsten, den einzelnen unmittelbar Betroffenen, mutet man dann, versteckt in einem undurchsichtigen Paragrafen-Dschungel, den Verlust der Lebens- und Wohnqualitiät, 30 minutiges Sitzen im Stroboskop- Wohnzimmer, willkürliche Grenzwerte bei Schall und Infraschall mit unbekannten gesundheitlichen Risiken, wirtschaftliche Entwertung ihrer Häuser, usw.. zu, während Großkapitalgeber und Banken bei ihrem Risiko weitestgehend geschont werden.

    Aus den Informationen des Vortrages folgere ich folgende Prioritäten der Anforderungen an die Projektierung von Windkraftanlagen:
    1. deutliche mehrheitliche Akzeptanz der Wohnbevölkerung in Sichtweite der Anlage(n), die sich frei dafür oder dagegen entscheiden darf.
    2. weitestgehende Ausschaltung möglicher Gesundheitsrisiken unter Berücksichtigung der in der Medizin üblichen Beweislastumkehr.
    3. Nachweis einer Risiko-Vorsorge des Betreibers. Bei Versagen gehen Risiko und Haftung auf den Grundstücksverpächter über.
    4. Produkthaftpflicht des Herstellers
    5. Einführung einer „Duldungsabgabe“, zahlbar vom Betreiber an die Wohnbevölkerung in Sichtweite der Anlage(n), zur Abgeltung der Einbußen hinsichtlich der individuellen Ästhetik und Befinden.
    6. Eintrag einer grundbuchamtlichen, verzinsten „Negativ-Hypothek“ als Ausgleich für Wertminderungen angrenzender Grundstücke, zu Lasten des Investors.
    7. Eintrag einer „Negativ-Baulast“ auf das Grundstück des Verpächters, als Ausgleich einer Wertsteigerung.
    8. strenger Nachweis der Wirtschaftlichkeit vom ersten Spatenstich bis zum Entfernen des Fundamentes.
    9. Nachweis der gesicherten Stromabnahme.
    10. Berücksichtigung bereits erfolgter Eigenleistungen der Bevölkerung, in Ihrem Fall eine Kreislaufwirtschaft über den Energieträger Holz.

    Das wichtigste am Windrad sind also nicht Wind oder Strom, sondern die Menschen, die unter dem Windrad leben müssen. Deren Schutz, Sicherheit, Freiheit und Zufriedenheit stehen in ihrer moralischen und politischen Wertigkeit an erster Stelle. Hinsichtlich der Wirtschaft müssen Gewinn und Risiko gerecht unter den Beteiligten verteilt werden. Die Technik der erneuerbaren Energien muß human, umweltverträglich, wirtschaftlich, vernünftig, und maßvoll eingesetzt werden. Nur dann ist sie nachhaltig. Diese grundsätzlichen Prinzipien werden meiner Meinung nach in Werthenbach massiv verletzt.

    Die AfD steht auch aus anderen Gründen dem EEG insgesamt kritisch gegenüber. Bei einem Einzug in den Kreistag würden sie auch ein klares Zeichen an die etablierte Politik senden.
    Darüberhinaus wünsche ich Ihrer Bürgerinitiative viel Erfolg und hoffe, daß sie genug Spenden für die geplante Vorab- Infraschall-Messung einnehmen konnten. Sie sollte eigentlich Pflichtaufgabe des Investors sein.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Wolfgang Sonneborn

  26. Ingelore Berger

    Hat man jetzt auch diese schöne Gegend gefunden, wo man Windkrafträder auf stellen möchte,um Energie zu finden. Warum soll diese Gegend so verschandelt werden. Diese Windkrafträder sind laut, sind gefährlich für Vögel, die durch diese wenn sie da gegen fliegen sich tödliche Verletzungen zu ziehen können. Man holzt Bäume ab und wundert sich dann, wenn stark Regen auf kommt,auf einmal der Berg hinunter kommt, weil keine richtige Absickerung des Wassers mehr da ist. Wie kann man solche schönen Naturlandschaften in DEUTSCHLAND verschandeln, egal wo. Es kommt die Zeit, wo sich die Natur rächen wird,dass haben wir im Allgäu mehrmals erleben dürfen, weil viel begradigt wurde und befestigt. Ich wünsche Euch, dass Ihr durch kommt und nicht diese Windkrafträder auf gestellt werden.

  27. Jochen Niemand

    Unser Wald und Landschaftsbild zum Nachdenken !!!
    Wer hat dich, du schöner Wald,
    Aufgebaut so hoch da droben?
    Wohl den Meister will ich loben,
    Solang noch mein‘ Stimm‘ erschallt.
    Lebe wohl,
    Lebe wohl, du schöner Wald!
    Was wir still gelobt im Wald,
    Wollen’s draußen ehrlich halten,
    Ewig bleiben treu die Alten:
    Deutsch Panier, das rauschend wallt,
    Lebe wohl!
    Schirm dich Gott, du schöner Wald!
    So Joseph, Freiherr von Eichendorff.
    Doch heute nach den Willen von Johannes Remmel,
    besteht du aus Eisen und Beton auf denen sich die Windräder drehen du bist vergewaltigt worden auch mit den Windautobahnen,
    die Zufahrtsstraßen , so deine Zukunft. Das sind wir dir schuldig und müssen und es verhindern.
    Du sollst so bleiben in der deutschen Seele wie du erschaffen bist.

    Jochen Niemand

  28. Andreas Wegner

    Hallo Herr Steiner,

    am 30.04.2014 befand sich in der Siegener Zeitung eine Umfrage bezüglich Windkraft bei unseren Kommunalpolitikern der Stadt Netphen.
    Als Leser stellte sich für mich das Ergebniss, ob eine Partei für oder gegen Windkraft ist wie folgt dar:
    CDU +/-
    SPD +/-
    UWG +/-
    GRÜNE ++
    FDP –

  29. Marco Steiner

    Hallo zusammen,

    die Kommunalwahl steht nun unmittelbar bevor. Bislang konnte ich noch von keiner Partei oder von einem Wahlkreiskandidaten direkt eine klare Aussage finden ob die Partei nun für oder gegen den Bau des Windparkes ist.
    Wenn jemand mehr Information dazu hat, bitte hier schreiben.
    Auch würde ich von den Kandidaten erwarten sich hier klar zu äußern !!

  30. Michael Funke

    Das ist schon richtig – die meisten Leute die ich kenne sind für WKAs. Weil Alternative Energien die Zukunft für alle sind.
    Allerdings kann es wohl auch nicht sein, dass einzelne Firmen den Reibach machen und dies zu Lasten von anderen geht.

    Beispiel: Eine Projektantenfirma versucht so viele WKAs aufzustellen wie möglich, weil sie das Geld dafür kassiert. Da spielt es mal grundsätzlich keine so große Rolle, ob der Standort sinnvoll ist. Hauptsache man kann es gut in Argumente verpacken und es wird gebaut.

    Das Risiko tragen aber die Gemeinden und die Investoren (und das sind häufig die Bürger, die über sog. Genussscheinen mit hohen Renditeversprechen gelockt werden). Den Schaden (bei Gewinnausfall o.a.) tragen also alle – den weiteren Schaden (z.B. weil Ihr Haus neben der WKA steht und nichts mehr wert ist) tragen auch die betroffenen Bürger.

    Also: Reibach /Kohle: kassieren Wenige (die Projektanten, Banken etc.)
    Schaden und Risiko: tragen die Bürger
    Standort sinnvoll: spielt eine untergeordnetet Rolle solange die Zuschüsse fliessen (den auch wieder wir Bürger bezahlen über die Steuer)
    Naturschutzgebiete: Wurscht, weil Bau ja priveligiert ist (da wirds dann nur besser verpackt)
    Ob das WKA vor Ihre Nase gebaut wird: Wurscht, Sie werden nicht mal informiert.
    Naturschutz erhöht, da WKA sinnvoller als Atom oder Solar? Ziel wird häufig nicht erreicht, da Windertrag fast wurscht, weil Sinnhaftigkeit wurscht solange Zuschüsse fließen – es muss sich nur am Papier „irgendwie“ rechnen.

    Ja da kann ich nur sagen…Weiter so … oder Alternativ: Demokratie leben – Petition unterzeichnen – und den Dienern des Staates beibringen, dass die Gesetzgebung besser werden muss – die Lobbyarbeit zu Gunsten der Arbeit für den Souverän (das Volk) zurücktreten sollte….

  31. Jürgen Reichl

    Energiewende nach 14 Jahren immer noch Version 1.0001?
    Windkraft und Solarkraft sollen Atom- und Braunkohleenergie ablösen. Um dieses Ziel zu erreichen müssen Standorte für Windkraftanlagen, sowie Trassen für den Leitungsausbau mehr Akzeptanz in der Bevölkerung finden. Dass dies zu Konflikten führen würde, war offensichtlich. Offensichtlich und schon fast symptomatisch ist die Redart derer, die sich flächig um den Ausbau der Windkraft bemühen. Da kommen so platte Argumente wie, „wollt ihr lieber Atomkraft“, oder „wir reduzieren CO² und retten das Klima“.
    Wenn es doch so einfach wäre, dann brauchte man nicht mehr weiter zu diskutieren, sondern es müsste gelten Ausbau, Ausbau und nochmal Ausbau. Und genau das ist es, was die WKA-Befürworter möchten. Aber warum das so nicht funktionieren kann, werde ich versuchen in diesem Bericht anschaulich zu machen.
    Als Energiespezialist, der im Hunsrück eine der ersten Wärmepumpenanlagen mit geothermischen Tiefenbohrungen baute und somit 4/5 an Primärenergie einspart und in den täglichen Bemühungen damit beschäftigt ist, eine sichere Energielieferung an die Steckdosen der Endkunden zu bewerkstelligen und das 8.760 Stunden im Jahr, traue ich mir einen solchen Bericht zu.
    Zuerst muss man sich als Energieexperte schon sehr wundern, wer da so über das „Volksgut“ elektrische Energie alles mit diskutiert. Wenn man es beleuchtet sind Diskussionsmitglieder nicht selten Journalisten, Lehrer, Pfarrer, Soldaten und vor allem Politiker usw. Nichts gegen diese Berufszweige, zu deren Grundausbildung aber nicht eben das Ohmsche Gesetz, oder der Energieerhaltungssatz zählen würde. Auffallend ist aber, dass in solchen Runden so gut wie nie Energiespezialisten sitzen. Das wäre wie bei einem Chirurgenkongress, bei dem an einer Diskussionsrunde über eine OP am offenen Herzen diskutiert werden würde. Teilnehmer ein Schreiner, ein Maurer, ein Dachdecker. Gehen Sie davon aus, dass diese OP klappen würde? Ich nicht und so schalte ich auch schön gleichmäßig diese Energie-Runden ab, weil es schon manchmal weh tut, welch dummer Stuss da geredet wird. Das eigentliche Thema, ob regionale Energiewenden tatsächlich machbar sind, ob tatsächlich CO² so eingespart wird, oder gar mehr „verpulvert“ wird, wird nicht diskutiert, obwohl das das Kernthema sein sollte, wenn es der Energiewenden-Ideologie tatsächlich gerecht werden sollte. So geht es vielen darum, ganz nach dem St. Floriansprinzip selbstverständlich für den flächendeckenden Ausbau zu sein, aber bitte doch nicht in meinem Garten. Man will ja schließlich keine Atomkraftwerke. So entwickelt sich aktuell eine sogenannte „Nimby-Kultur“ [Not in my Backyard]. Diese Leute sind auch nicht an der Machbarkeit, oder CO² Einsparung interessiert, sondern diskutieren beharrlich in dem Kreis der Laien um die Standorte. Der Gegenseite geht es nur darum Geld zu verdienen und vorgeschoben werden natürlich CO² Einsparung und Ausstieg aus konventioneller Stromerzeugung. Ich behaupte, wäre bei der regenerativen Stromerzeugung kein Geld zu verdienen, würde der Ruf nach CO² Einsparung umgehend verstummen.
    In der weiteren Betrachtung möchte ich Solarstromerzeugung außer Acht lassen. Da bei dieser Stromerzeugung zwischenzeitlich erkannt wurde, dass das Niederspannungsnetz bei weiterem Ausbau von Solaranlagen kaum noch zu betreiben ist, wurde kurzfristig das EEG insofern geändert, dass zu der Solaranlage ebenfalls eine häusliche Pufferung mit subventioniert werden kann. Und es wird propagiert, Eigenverbrauch geht vor Einspeisung, um das Netz zu schonen. Hier ist man zumindest auf dem richtigen Weg. Strom wird erzeugt und teilweise gespeichert, um ihn dann abzurufen, wann er gebraucht wird und die Sonne mal nicht scheint.
    Und nun mal zu dem, was sonst so sehr öffentlich unter „Daten und Fakten“ in manch etabliertem Blatt veröffentlicht wird. Da wird gesagt, dass z.B. ein Windpark (nennen wir ihn K.) in der Lage wäre 35.000 Haushalte zu versorgen. Das ist natürlich eine Ansage und soll erst mal suggerieren, dass diese Stromversorgung auch irgendwie autark von Statten geht. Und das ist schon eine glatte Lüge. Kein Windpark auf der Welt ist ohne Pufferung in der Lage auch nur einen einzigen Haushalt, oder gar die Industrie 8.760 Stunden im Jahr mit el. Energie autark zu versorgen. Das ist ein Fakt! Aber rechnen wir doch erst mal. Ein mittlerer Haushalt im Hunsrück verbraucht ca. 3.600kWh Strom. Eigentlich wird der Strom ja auch nicht verbraucht, sondern lediglich in andere Formen umgewandelt. Keine Energie geht verloren. Die Krucks, nicht jede Energieumwandlung ist von Nutzen. So wird bei einer Glühlampe die Nutzenergie „Licht“ nur zu ca. 20 % umgewandelt. 80 % ist aber die Energie, die als Wärme in die Umgebung gesendet wird. Das Heizungsthermostat steuert dann automatisch runter. Im Winter also nichts beunruhigendes, im Sommer eher ein Problem. Der Schwenk z.B. zu LED-Leuchten ist auf Dauer sicher energieneutraler, da die Licht-Energie wesentlich besser genutzt wird. Aber zurück zum Rechenbeispiel des Windparks K. 35.000 Haushalte x 3.600kWh ergeben einen jährlichen Energiebedarf von ca. 125.000.000 kWh, den der Windpark erbringen soll. Man stellt schon in der physikalischen Einheit (kWh) der el. Energie fest, es ist der Faktor Zeit (h=Stunde) enthalten. Das also Energielieferung keine Momentaufnahme ist, sondern über einen gewissen Zeitraum betrachtet werden muss – hier ein Jahr = 8.760 Stunden – dürfte damit klar sein. Geht man nun auf die Webseite des Planers und Ausführers der Anlage aus Wörrstadt, so kann man lesen, dass der Windpark eine installierte Leistung von 53.000kW besitzt. Das wäre die Leistung, die dann vom Windpark abrufbar wäre, wenn genügend Wind weht und keine Störung, Umbau, Netzausbau, oder Wartung ansteht. Teilt man nun die 125.000.000kWh durch die 53.000kW, so kommt erst mal eine Zahl heraus und zwar 2.560h. Die Größe „kW“ kürzt sich heraus und es bleiben…Stunden, nämlich 2.560 Stunden. Das soll der Zeitraum sein, in dem Wind, der auf Volllaststunden gerechnet diese Haushalte versorgen soll. Zur Erinnerung, es wurden 35.000 Haushalte angegeben. Es werden also 2.560 Kapazitätsstunden angenommen. Mittlere Kapazitätsstunden in Deutschland sind faktisch zwischen 1.400-1.800 h erreichbar. Sagen wir 1.600 Stunden (ca. 18% eines Jahres) im Hunsrück um Simmern herum, um weiter rechnen zu können. Die Differenz beträgt hier schon fast 1.000 Stunden die dem Windpark defacto fehlen. Oder sollte man von den 35.000 „hypothetisch“ versorgten Haushalten mal eben 13.125 Haushalte noch mal abziehen? Dem tatsächlichen Windaufkommen entsprechend? Moment, wir sind an der Stelle noch nicht fertig mit der Rechnerei. Wenn man vom tatsächlichen Betrieb der Anlagen nun noch Störungen, Umbauten, Wartungen, Netzaus- und -umbau abzieht, denn man darf davon ausgehen, dass diese „Ausfallzeiten“ nicht in Flautezeiten gelegt werden können, darf man noch einmal etwa 6-10%, na sagen wir des besseren Rechnens 8% von den oben genannten 18% abziehen. So bleiben am Ende etwa 880 nutzbare Kapazitätsstunden, das sind 10% eines Jahres der Anlage Windpark K. in der nutzbarer Strom erzeugt wird. Auf „hypothetisch“ versorgte Haushalte gerechnet verbleiben gerade einmal 12.030 Haushalte, keine 35.000. Aber selbst wer nun glaubt, dass die verbleibenden 12.030 Haushalte zumindest sicher versorgt werden könnten ist auf dem Holzweg. Es geht eben nicht und das ist Fakt. Solange das Netz keine sichere Spannungshaltung vorgibt, die, man soll es kaum glauben, durch die Energielieferung konventioneller Stromerzeugung nur möglich ist, käme eine rein regenerative Einspeisung von Strom einer „Lichtorgel“ gleich. Der Wind und die Sonne schicken zwar nach Dr. Franz Alt keine Rechnung, aber dem Wettergott ist es ebenfalls egal, ob Tante Erna mal eben den Geschirrspüler betätigen möchte, oder in einem Lokal gekocht werden muss, um die Existenz zu sichern, oder ein produzierender Betrieb nahezu 8.760 Stunden jährlich über Strom verfügen muss und nicht auf nur mal eben 90% der Stromlieferung verzichten kann. Das sind Fakten, die man auch mit noch so viel Ausbau nicht in den Griff bekommt. Und das wissen selbstverständlich auch die Windkraftbetreiber und sprechen das sogar, selbstverständlich nicht gerne öffentlich, an.
    Wie sieht es aber aus wenn der Wind richtig stark weht? Dann ist alles gut und Kraftwerke können ausgeschaltet werden? Nein, das können sie eben nicht. Die Versorgung durch Windkraft ist zu instabil, man sagt auch, sie fluktuiert. Das bedeutet, der Strom kann nicht so geliefert werden, wie es der Stromkunde bräuchte. Ein vertikaler „Zick-Zack-Kurs“, der tatsächlich für eine homogene Belieferung für Strom absolut nicht zu gebrauchen ist. Das ist der Grund, weshalb konventionelle Kraftwerke zwar teilweise „zurückgefahren“-, aber eben nicht ganz ausgeschaltet werden können. Das heißt, konventionelle Kraftwerke können zwar nicht mehr kostendeckend betrieben werden, sie sind aber nach wie vor absolut systemrelevant für eine sichere Stromversorgung. Leider müssen diese Kraftwerke aber auch irgendwie bezahlt werden. Ohne Auslastung arbeiten sie außerdem signifikant schlecht. Der Wirkungsgrad verschlechtert sich rapide, es wird mehr CO² ausgestoßen im Verhältnis. Zudem wird damit kein Geld mehr verdient, Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Wer diese Kosten trägt, muss wahrscheinlich hier nicht weiter erläutert werden. Sicher ist jedoch, dass sie auf den Strompreis außerhalb der EEG-Zulage erhoben werden und das in zunehmenden Maße, mit jedem weiter gebauten Windrad könnte man auch sagen. Eine weitere Verteuerung kommt durch Rechnungen unserer Nachbarländer Holland, Tschechien und Polen. Warum das denn werden sie sich jetzt fragen? Das ist ganz einfach. Der überschüssig erzeugte Windstrom, den an Starkwindtagen niemand braucht und auch nicht gepuffert wird, wird an unsere Nachbarländer angeboten wie „Sauerbier“. Es wird verlangt, dass die Nachbarn auch ihre Kraftwerke leicht zurückfahren und somit eine Art von Lastmanagement zu betreiben. Unsere lieben Nachbarn machen das auch für uns, aber nicht aus reiner Freundschaft. Es fallen weiterhin beträchtliche Kosten an, die der deutsche Endkunde bezahlen darf. Das erwirtschaftete Geld unserer Nachbarn wird aber nicht in die eigenen Taschen gesteckt, sondern kommt des Stromkunden in diesen Ländern zugute. Wir bezahlen also auch dafür, damit der Strom in den Nachbarländern billiger wird dank deutschen EEG. Zum Beachten! Auch diese Kosten sind nicht der Bestandteil der EEG-Umlage. Ist nun mal endlich Schluss mit den Kosten? Mit Nichten. Die Bundesnetzagentur genehmigt den deutschen Netzbetreibern schön gleichmäßig Netzausbaukosten im Sinne der Energiewende. Auch der Netzausbau bezahlt der Endkunde außerhalb der EEG Umlage. Damit noch nicht völlig Schluss ist mit den Negativbetrachtungen der Windenergie ohne Pufferung, sollte abschließend noch erwähnt werden, dass an Starkwindtagen inzwischen solch hohe Ströme fließen (sie können regional nicht verbraucht werden), dass die Leitungen umgebaut werden müssen. Innovative „Hochtemperaturleitungen“ werden eingebaut, die fast doppelt so hohe Ströme transportieren können? Oder sollte man sagen verbrennen/abfackeln können, statt transportieren? Wer aufgepasst hat, dem ist die Bezeichnung „Hochtemperaturleitung“ aufgefallen. Das erinnert mich zwangsläufig an die altbewährte Glühlampe, die ja auch irgendwie 80% der Energie in Wärme umwandelt. Vielleicht hat es ja auch irgendeinen Sinn, heimischen Vögeln die Krallen und Zehen zu wärmen, wenn sie in der kalten Jahreszeit auf solchen Leitungen sitzen, mit CO² Einsparung hat das allerdings überhaupt nichts zu tun.
    Übrigens, ist Ihnen einmal aufgefallen, dass unter Daten und Fakten stets Prognosen von Windparks veröffentlicht werden, nie aber Bilanzen, oder Ergebnisse? Auch Windanlagen-Pleiten werden oft nur als kleingedruckte Randnotiz auf der letzten Seite angeführt, wenn überhaupt. Auch im Internet gibt es kaum Ergebnisse diesbezüglich. Das soll nicht heißen, dass es diese „Pleiten“ nicht gibt, Veröffentlichungen werden nur stets erfolgreich verhindert. Typisch für dieses Geschäftsmodell ist, die Projekteure und Anlagenbetreiber sind oft Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Die Parks werden aus dem Boden gestampft und durch die staatlich garantierten Einspeisevergütungen läuft die Wertschöpfungskette für eine Energieeinspeisung, die so aufbereitet niemand gebrauchen kann. Sind die Anlagen abgeschrieben und müssten repowered werden, gehen diese Gesellschaften schön gleichmäßig in Insolvenz und die Verantwortlichen gründen einen neuen „Abzockerpark“. Dort wo die WkA-Leichen stehen, kann man sich dann die Gedanken machen, wie man den Rückbau finanziert, für den kaum Gelder zurückgelegt wurden, da ja dafür die „gestorbene GmbH“ eigentlich sorgen sollte. Aber wichtig ist ja nach wie vor, die enorme Wertschöpfung und man schont sogar die Umwelt mit der CO² Einsparung. Welch ein Märchen, das so erfolgreich als Realität verkauft wird! Ökonomisch gesehen, ein Top-Geschäft! Volkswirtschaftlich gesehen ist dieses EEG-Modell ohne Speicherung eher eine Katastrophe!
    Wenn man diesen Zeilen liest, sollte man meinen, dass ich als Energieexperte grundsätzlich etwas gegen eine Energiewende habe. Das Gegenteil ist der Fall. So wie Energiespezialisten wissen, ist es nur völlig klar, dass die Energiewende in der gegenwärtigen „Version 1.0001“ nicht funktionieren wird. Dabei hinge das Gelingen lediglich von einer Gegebenheit ab. Wenn es irgendwann gelänge, die fluktuierende Energie von Wind und Sonne so aufzubereiten, dass sie vom Endkunden bedarfsgerecht und das zu 8.760 Stunden im Jahr abgerufen werden könnte, dann würde es funktionieren. Und das können auf Dauer nur geeignete Speicher leisten. Ideen hierzu gibt es massenweise, nur traut sich derweil noch kein Investor so recht heran. Hier ein erster zarter Versuch. Zu unverlässlich und meinungsgetrieben ist hier die Politik. Leider gibt es seitens des Gesetzgebers hierzu auch kaum Anreize, wie es sie im EEG lediglich für die Einspeisung gibt. Man tritt auf der Stelle. Die Politik scheint aber langsam zu begreifen, dass sie die Büchse der Pandora, die sie seit dem Unfall von Fukushima einst öffnete, irgendwie nicht mehr zu schließen ist. Mit großem Tamtam wurde somit eine Novellierung des EEG vom amtierenden Wirtschaftsminister angekündigt. Hiervon hatten sich sehr viele Experten den Schritt in die richtige Richtung erwartet. Jedoch, statt einer innovativen Gesetzesänderung in Form von finanziellen Anreizen für Energiespeicher ist das Ganze eher doch ein Rohrkrepierer und die Öffentlichkeit wird weiter für blöd verkauft. Ganz im Gegenteil, der oft gehörte Ruf des deutschen EU- Energiekommissars Öttinger wurde in bestimmten Forderungen Folge geleistet, nämlich den Ausbau fluktuierender Einspeisung durch Deckelung der Einspeisevergütungen unattraktiver zu machen. Energiespeicherung also? Fehlanzeige. Somit sind wir dann doch nur höchstens bei Version 1.0002 der Energiewende angelangt. Und der Kunde darf weiter für die ungeahnten Nebenkosten, die oben ausführlich genannt wurden, den Kopf bzw. sein Portemonnaie hinhalten. Derweil verlagern alt eingesessene Unternehmen wie die BASF Ludwigshafen ihre Produktion ab nach Amerika. Man muss nicht raten weshalb. Zu hohe Energiekosten in Deutschland. Die oft ermahnte Deindustrialisierung hat bereits begonnen. Ich bezweifele, dass unsere Verantwortlichen Politiker den Startknall gehört haben. Ob außerdem der Stromkunde weiter das „Volksgut elektrische Energie“ bereit sein wird, im Sinne dieser groß angelegte Fehlplanung der sogenannten Energiewende zu bezahlen, darf bei objektiver Aufklärung bezweifelt werden. Die erste Quittung für politisch-planerische Fehlkompetenz durften sich die Grünen bei der letzten Bundestagswahl schon mal einfangen. Platte Argumente wie, „wollt ihr lieber ein Atomkraftwerk“, scheinen nicht mehr sehr zu ziehen, wenn es ans eigene Geld geht. Man darf weiter gespannt sein, wie Wahlen in den Bundesländern ausfallen werden, wo dieser zwangsweise und undemokratisch auf diktierte Windenergiesegen, wie z.B. im Raum Simmern / Hunsrück das Fass zum überlaufen bringt. Eines ist sicher. Bei inzwischen 130% „zertifizierter“ Stromerzeugung, bei der an Starkwindtagen dann halt 30% „abgefackelt“ werden, kann einem das Panorama der Windkraft schon sehr aufstoßen. Mit dezentraler Stromversorgung, wie einst von den Ökoparteien verlangt, hat das nun auch nichts zu tun! CO² Einsparung? Lediglich auf dem Papier und birgt so viel Wahrheit wie, dass mit Windpark K. 35.000 Haushalte mit Strom versorgt werden könnten. Die Volksverdummung und das Bezahlen gehen also weiter.
    Übrigens, mein Tipp für alle Politiker die dringend auf Gelder des Windenergiesegens nicht verzichten wollen. Diese sollten mit einem Rad direkt in ihrer Nähe zu ihrem eigenen Wohnhaus beginnen, damit sie auch mitreden können, dass WkA nicht krank machen. Und dann sollten sie vielleicht mal irgendwann versuchen ihre Immobilie zu verkaufen. Vielleicht stellen sie spätestens dann fest, was sie ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern damit antun.

  32. Jochen Niemand

    Hallo zusammen eine Aussage von Patrik Sensburg MdB Hochsauerland Kreis : Es ist ein völlig falsches politisches Signal, Orte unter 2.000 Einwohnern sich selbst zu überlassen, anstatt ihnen Entwicklungsmöglichkeiten offen zu halten und Mut zur Weiterentwicklung zu machen. Vor diesem Hintergrund ist es sicher kein Zufall, dass von 54.000 ha geplanten Windvorrangzonen in NRW ein Drittel, also 18.000 ha in unserer Region entstehen sollen.
    Mit anderen Worten: Unsere ländliche Region soll Energielieferant für die Ballungsräume werden.“ Wir werden uns gemeinsam gegen die
    Windräder wehren !!! Keine Windräder im Naturpark Rothaargebirge !!!!
    Jochen Niemand Natur und Landschaftsführer
    LNU Ansprechpartner Siegen Wittgenstein

  33. Andreas Wegner

    Hallo an alle,

    heute Abend ab 20.15 Uhr im SWR-Fernsehen unter anderem „Sturmwarnung“ in Rheinland-Pfalz, Windkraft spaltet Dörfer und Regionen.

  34. Martin Großkreutz

    Es würden durch 10-12 solcher Windräder gleich 6-8 Dörfer, Sonnenhof und Lahnhof betroffen. Wer will denn hier mehrere Fliegen mit einer Klappe (mehrere Dörfer mit wenigen Windrädern) schlagen? Die Dörfer werden eh schon z.B. durch Schulschliessungen und, fragwürdigen Einsatz von Steuergeldern an anderen, aus welchem Grund auch immer priorisierten Stellen, bestraft. Es reicht langsam. Dörfler erhebt Euch!!! Zudem müssen wir durch die EEG-Zulage auch noch diese Verschandelung der Umwelt selber unterstützen.

  35. Lani

    Sehr geehrter Herr Leyener,

    auch meine Familie besitzt nicht unerhebliche Anteile an der Haubergsgenossenschaft in Werthenbach, allerdings ist niemand von uns so vermessen und denkt er würde damit reich. Allerdings sind wir keine Akademiker sondern nur normale Angestellte. Vielleicht fehlt uns da in Ihren Augen der Weitblick.
    Wir wollen einfach nur unsere Natur und Umwelt so erhalten wie sie ist, weiterhin in unseren schönen Wäldern unser Holz machen und uns an Flora und Fauna erfreuen. Ob wir dann noch bei fast jedem Spaziergang die reichhaltige Pflanzen- und Tierwelt bewundern und bestaunen können wage ich doch sehr zu bezweifeln.
    Im Herbst Abends aus dem Fenster schauen und den Hirschen bei der Brunft zu sehen. Wo gibt es das denn noch????? Das fällt dann weg. Durch den Lärm werden wir wohl keinen Hirsch mehr hören.

    Andere müssen in staatlich geförderte Gehege fahren um sowas zu erleben. Wir haben das vor der Haustür!!!

    Unsere Enkel werden uns fragen: “ Was stehen denn da für komische Dinger auf der Höhe??? „Dann müssen wir denen erklären, da hatten mal ein paar Menschen, die sich auf einem Irrweg befanden, eine Idee und wollten viel Geld verdienen. Leider hat das nicht geklappt. Jetzt haben sie keinen Wald und kein Geld mehr und leider können sie die überdimensionalen Windmühlen nicht mehr abreissen. Das wollen Sie??? Oder ist Ihnen das egal?? Sie wohnen ja im Wittgensteiner.

    In Ihrem letzten Kommentar zeigen Sie doch endlich Ihr wahres Gesicht. Es geht Ihnen nicht um erneuerbare Energien sondern einzig und allein ums liebe Geld. Dann tun sie mir ja schon bald leid.
    Das Sie als prakt. Arzt auch noch ein paar Pfennig Haubergsanteile kaufen wollen.
    Um ein paar Euro abzuschröpfen. Mein Verstand sagt mir Geld ist nicht alles.!!!!!!

    Ich kann nur jedem Genossen raten. Wenn er verkaufen will, dann wirklich an jemanden der die „erneuerbare Energie HOLZ“ auch wirklich nutzen will und einfach nur seinen „HÄÄH“ bearbeiten will um damit nicht auf Gas oder Öl angewiesen zu sein. Das ist ökologisch sinnvoll und nachhaltig.

    Die Haubergsgenossenschaften sind vor Jahrhunderten gegründet worden. Um nachhaltige Holzwirtschaft gemeinschaftlich zu betreiben. Das heisst, es wird nur soviel Holz in einer Generation geschlagen, wie in einer Generation nachwächst.

    Übrigens eines der ältesten Ökologiesysteme der Welt.

    Vielleicht ist das bei Ihnen in Vergessenheit geraten.

    Ich wünsche Ihnen weiterhin alles gute und hoffe niemand im Siegtal wird sich von Ihnen „bebabbeln“ lassen seine Anteile an Sie zu verkaufen.!!!!

    Gruss aus Ahl-Werthemich und
    Frohe Ostern
    Melanie Koop

    PS: Ich bin nicht gegen erneuerbare Energien. Aber wenn!! Dann doch bitte mit Sinn und Verstand!!!

  36. Anke Hartmann-Wegner

    Hallo an alle,
    seht mal unter Veranstaltungen nach. Der Informationsabend steht fest…………………..

  37. Marco Pilotto

    Sehr geehrter Herr Leyener,
    am 09.04 habe ich Sie darauf hingewiesen, dass es keinen Sinn macht die Wertenwicklung von selbstgenutzten Eigenheimen mit Ferienwohnungen oder Pensionen zu vergleichen.
    Im Ihrem Beitrag am 15.04 kommen Sie nun zu der Erkenntnis, dass die Werte von Ackerland und Haubergsanteilen im Bereich von Windkraftanlagen steigen. Dies ist eine „großartige“ Erkenntnis und benötigt eigentlich keinen weiteren Kommentar. Leider sind dies aber auch wieder „Äpfel und Birnen“ und zudem nur sehr kurzfristig gedacht, da sich hier lediglich der kurzfristige Profit wiederspiegelt. Die langfristige Sichtweise mit der Gefahr der zu übernehmenden Rückbaukosten wird zu einem Bewertungsabschlag führen – aber das spüren Sie erst, wenn es zu spät ist. Gelernt haben wir doch alle seit der Bankenkrise: keine hohen Gewinnchancen ohne hohes Risiko! Ein Engagement im Bereich der Windkraft ist eine Risikoanlage; dies gilt auch für die Haubergsgenossenschaften!
    Familien, die ein „eigenes Zuhause“ suchen und dies insbesondere in einem infrastrukturell schlecht erschlossenen ländlichen Raum tun , werden dies wegen der sowieso schon geringeren Grundstückspreise im Vergleich zur Stadt tun, und weil sie die Vorzüge der umliegenden „unberührten“ Natur schätzen. Die Zahl derer, die aufgrund von Windrädern und der damit verbundenen Beeinträchtigungen im Lebensumfeld nicht mehr bereit sind aufs Land zu ziehen oder dies nur über einen geringeren Kaufpreis akzeptieren wird ungleich höher sein als die Menschen, die „wegen der Windkraft ein Haus in erster Reihe suchen“.
    Für die Erkenntnis eines sicheren Wertverfalls von selbstgenutzten Einfamilienhäusern brauche ich keine Gutachten – dies erschließt sich mir einfach so durch den gesunden Menschenverstand.
    Mit freundlichen Grüßen
    Marco Pilotto, Nenkersdorf

  38. Anke Hartmann-Wegner

    Sehr geehrter Herr Leyener,
    es entspricht nicht meiner Art, mich mit der Beantwortung von kontraproduktiven Fragen zu befassen. Ebenso überzeuge ich lieber argumentativ als mit persönlichen Angriffen. Wenn Sie aber letzteres bevorzugen, dürfen Sie sich nicht wundern, dass es aus dem Wald schallt, wie Sie hineingerufen haben. Aber genau das versuchen wir mit entsprechenden Maßnahmen zu verhindern. Es steht mir nicht zu, Ihnen charakterliche Schwächen zu unterstellen, dass muss ich aber auch nicht, weil Sie Ihre Schwächen in erschreckender Weise selbst dargelegt haben:
    06.04.2014: …niedriges Niveau,…Unfug nachplappern,..Einnahmen sind für mich nebensächlich = beleidigend, überheblich, arrogant
    07.04.14: … bei Insolvenzen werden Windparks unverändert weiter betrieben,….Windparks erwirtschaften nur Überschüsse = naive Michmädchenrechnung.

    Nun zum wesentlichen:
    Von Sachverständigen weiß ich, dass die bekannten und höchsten Rückstellungen für den Rückbau einer WKA bei ca. 180.000,- € liegen. Diese Rückstellung gilt heute für in 20 Jahren. Aber heute kostet der Rückbau einer WKA bereits mindestens 400.000,- €. Das ist übrigens unstreitig!!!! Gerne können Sie aber Betreiber und Sachverständige befragen. Für einen Zeitraum von 20 Jahren müssen Sie aber noch einen Umlageschlüssel für Verteuerung und Inflation einrechnen. Da klafft plötzlich ein Loch von eben einmal 220.000,- € pro Anlage ohne Umlageschlüssel!!!! Die Rückbaukosten sind übrigens von den Eigentümern zu tragen.
    Herr Sebastian Schäfer berichtete auf der Werthenbacher Bürgerversammlung, dass man vor Ort eine Bankbürgschaft in Höhe von 300.000,- € für Rückbaukosten pro Anlage beabsichtige. Das wäre mit Abstand der höchste Betrag und ob das verbindlich ist und letztendlich auch so kommt, entzieht sich meiner Kenntnis. Dabei verbliebe aber auch noch eine Fehlsumme von 100.000,- € pro Anlage ohne Umlageschlüssel. Viel Spaß beim Gewinnerzielen, möglichst ohne Unfall- und zusätzlichen Wartungskosten sowie Inoslvenzen!!

    Während Sie damit überzeugen wollen, dass es sich bei dem durch die Energiewende erzeugten Strom um Billigstrom handelt, deckelt die Bundesregierung zeitgleich die Ausbaumöglichkeiten für WKA´s, damit der Strompreis nicht ins unermäßlicbe steigt.
    Während Sie lobpreisen, dass durch Windparkanlagen Arbeitsplätze geschaffen werden, versucht die Bundesregierung in Brüssel die EEG-Umlage „umzubiegen“, weil über 600.000 Arbeitsplätze in Gefahr sind.

    Sie fordern zum Stromsparen auf, ignorieren aber dabei die Wertschöpfungsgrenze, die für energieträchtige Unternehmen gilt. Die EEG-Umlage zwingt die Unternehmen nämlich dazu, soviel wie eben geht, Strom zu verbrauchen, anderenfalls die EEG-Umlage teurer ausfällt. Wie sagte ein Unternehmer vor drei Tagen in einer Fernsehreportage:“…das entspricht nicht unserer Firmenphilosophie und nicht unserer Einstellung“. Recht hat er! Aber wie paßt dieser Aberwitz zum Klimaschutz? Was wollen Sie da denn noch mit Ihren Sparlämpchen ausrichten?

    Die Österreicher nehmen unseren WKA-Strom nur gegen Bezahlung ab und einen Tag später verkaufen sie ihn wieder teuer an uns.

    Wir vernichten natürliche CO2 Speicherung, indem wir wie verrückt riesige Waldflächen roden, um dann WKA`s aufzubauen, die in ihrer Herstellung mehr CO2 verursachen, als sie jemals einsparen können.
    Wenn das Ihre Vorstellung von nachhaltiger erneuerbarer Energie ist, dann will ich keine.

    Sie ignorieren stoisch die nachvollziehbaren Aussagen der von der Bundesregierung eingesetzten Expertenkommission, wonach das EEG weder ein kosteneffizientes Instrument für Klimaschutz ist, noch eine messbare Innovationswirkung zu entfalten scheint.

    Abschließend noch ein Wort zu den Immobilienwerten:
    Befürworter wie Gegner können so viele Parteigutachten ins Feld führen wie sie wollen. Letztendlich haben immer die Gerichte das letzte Wort, sei es in Erbschafts- oder Zugewinnfragen oder wenn es um Darlehen geht. Dabei gelten die für die Bewertung von bebauten Grundstücken und Immoblilien die seit jahrzehnten bstehenden Grundsätze. Dabei haben aber Industrieanlagen ausnahmslos zu Wertverlusten geführt.

    Ich möchte ausdrücklich betonen, dass es mir nicht darum geht, Sie von unserer Meinung zu überzeugen, weil man Menschen wie Sie nicht überzeugen kann. Aber mir geht es um den Erhalt unseres demokratischen Sozialstaates, der vielleicht auch wegen dem Desinteresse mehrer Politiker gerade im Begriff ist, vor die Wand zu fahren und es geht mir um meine Wahlheimat im besonderen. Es ist meine und unser aller Bürgerpflicht wirtschaftliche Mißstände und unnötige Naturzerstörung argumentativ zu kritisieren, auch wenn es wohl stark in Mode gekommen ist, Kritiker als Wutbürger zu bezeichnen. Ich möchte Sie deshalb bitten, auch zukünftig unserer Seite unter Beachtung unserer „Spielregeln“ treu zu bleiben, denn ein besseres Werbemittel für unser Anliegen kann sich die BI nicht wünschen.

    Alles Gute
    Anke Hartmann-Wegner

  39. Andreas Wegner

    Links:
    http://www.ulrich-richter.de/fakten/immobilienwert/
    http://www.swp.de/bad_mergentheim/lokales/main_tauber_kreis/Windenergie-Experte-raet-beim-Verpachten-zur-Vorsicht;art5632,1619325
    http://www.shz.de/lokales/schleswiger-nachrichten/windkraft-streit-spaltet-das-dorf-id6178041.html
    http://www.swp.de/gaildorf/lokales/gaildorf/Wertminderung-nicht-nur-bei-Verkauf;art5533,1244887
    http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb11/ifh/Personen/hasse/hasse_FSP3/hasse_FProj-3B/index.html

  40. Frank Leyener

    Die Bürgerinitiative befürchtet: der Wert der Immobilien wird in der Region Werthetal / Siegtal nach dem Bau eines Windparks um 30-50% fallen.

    Verlinke nachfolgend eine PDF der Energieagentur Göttingen zum Thema „Einflüsse von Windkraftanlagen auf den Wert von Immobilien und Grundstücken“:
    http://www.energieagentur-goettingen.de/fileadmin/files/downloads/131022_Troff_Wertentwicklung_Immobilien_01.pdf

    Diese Untersuchung wurde verfasst von Dipl.-Ing Herbert Troff, Leitender Vermessungsingenieur a.D., Mitglied im oberen Gutachterausschuss für Grundstückswerte Niedersachsens

    Untersucht werden u.a. die Grundstückspreise in Ostfriesland.
    „Ergebnis: in Ostfriesland ist eine positive Preisentwicklung festzustellen, obwohl eine hohe WEA-Dichte vorhanden ist ( 4x mehr WEA als im Landesdurchschnitt ).
    Ergebnis: in Ostfriesland liegt ein sehr starker Anstieg der Bodenpreise von Ackerland vor, insbesondere von 2007-2012 ( um ca. 110-145% ), obwohl eine hohe WEA-Dichte vorhanden ist.“
    In den umliegenden Kreisen mit geringerer Windkraftnutzung waren die Preisanstiege viel geringer bzw. die Preise sogar rückläufig.

    „Von Bürgerinitiativen wird häufig eine dauerhafte Wertminderung von Immobilien durch den Bau von Windkraftanlagen befürchtet. Eine Umfrage bei Immobilienmakler ergab einen „subjektiven Preisrückgang“ von 5 bis 30 % (Prof. Sasse, Uni Frankfurt), die durch Marktanalysen nicht bestätigt wurden.

    Dieser Darstellung widersprechen aber die Immobilienökonomen Prof. Dr. Philip Thalmann von der Hochschule Lausanne und Prof. Dr. Günter Vornholz
    von der EBZ Business School in Bochum. Laut Thalmann löst jedoch häufig diese Befürchtung eines Preisrückgangs den tatsächlichen Preisrückgang in Form einer selbsterfüllenden Prophezeiung erst aus.

    So kam es insbesondere dort zu einem temporären Einbruch der Immobilienpreise, wo vor Ort großer Widerstand gegen Windkraftanlagen geleistet wurde.
    Allerdings ist Vornholz zufolge dieser Preisrückgang nur von kurzer Dauer, da durch die Debatte zunächst potentielle Investoren abgeschreckt würden.
    Nach Errichtung der Windkraftanlagen, wenn sich die Menschen an sie gewöhnt hätten, stabilisiere sich der Wert der Immobilien jedoch wieder auf dem vorhergehenden Niveau.

    Dagegen: Marktbeobachtungen von Bauplatzkaufpreisen in einem WEA-Einflussgebiet in Ostfriesland
    Bauplätze am Rande eines Baugebietes mit direkter Sicht zum Windpark wurden zu einem deutlich höheren Kaufpreis veräußert.
    Wegen der unverbaubaren Sicht in den Aussenbereich zum Windpark wurden deutlich höhere Kaufpreise am Markt akzeptiert.
    Die Bauplätze in der vorderen Reihe waren auch noch am schnellsten verkauft.“

    Einen deutlichen Wertanstieg dürften unmittelbar nach Baugenehmigung die Haubergsanteile in der Region erleben. Beispiel: Haubersgenossenschaft Nenkersdorf mit 600 Pfennigen. Sofern auf dem Gebiet der Genossenschaft 3 Windkraftanlagen gebaut werden sind Pachtzahlungen in Höhe von 3 x 40.000 Euro zu erwarten. Das sind 200 Euro Pacht je Pfennig und Jahr. Dies dürfte nach meiner Einschätzung den Preis gegenüber dem momentanen Marktwert drastisch erhöhen. Wer sich hier Sorgen um einen Preisverfall macht kann mir seine Haubergsanteile gerne anbieten, bin an einem Erwerb sehr interessiert.

    MfG
    Frank Leyener

  41. Andreas Wegner

    Hallo an alle Leser unserer Webseite,
    aufgrund des Meinungsbeitrages des Herrn Pulte (Geschäftsführer der RothaarWind GmbH & Co. KG Hilchenbach) in den Netphener Nachrichten vom heutigen Sonntag, den 13.04.2014 verweise ich gerne noch einmal auf das YouTube Video „Windkraft – Auswirkungen auf Mensch und Umwelt“ aus Nordbayern auf unserer Seite. So sieht die Realität nun mal aus, und es braucht eigentlich keinen weiteren Kommentar mehr zu dieser Sache.
    Dort wird unter anderem über Grundstückspreise und entsprechende Gutachten referiert. Auch zu Beeinträchtigungen wegen Lärm und Infraschall wird Stellung genommen. Herr Pulte hat sogar Recht wenn er schreibt, „Wir brauchen Mutbürger“, denn ich finde, dass endlich etwas gegen diesen Wahnsinn unternommen werden muss.

  42. Frank Leyener

    Sehr geehrte Frau Hartmann-Wegner,

    wenn ich im gleichen Stil für statt wider Ihr Anliegen argumentierte würde Sie nichts daran stören, im Gegenteil. Wenn gegen mich in persönlich verunglimpfender Weise geschrieben wird ist das anscheinend OK für Sie. So wird mir unterstellt, ich müsse wohl gekauft sein, und Sie selbst unterstellen mir direkt alle möglichen Charakterschwächen von Arroganz, Überheblichkeit, Naivität etc. Es mag ja schwer sein, abweichende Meinungen zu ertragen, aber es kann nicht sein, daß einerseits eine sachbezogene Argumentation als Entgleisung verstanden wird, andererseits direkte persönlich Angriffe als legitimes Mittel der Auseinandersetzung verstanden werden.

    Hallo Herr Pilotto,

    die Lichtstärke von Leuchtstoffröhren und LED-Röhren ist mir selbstverständlich bekannt. Habe in meiner Praxis die vorhandenen Röhren gegen LED mit 24 Watt, 2640 Lumen ausgetauscht. Zu meiner eigenen Überraschung ist es nach dem Tausch heller, und das wird nicht nur von mir so empfunden, sondern auch von meinem Personal und Patienten. Das liegt daran, daß die LED-Röhren das Licht gerichtet abstrahlen in einem Winkel von typisch 130-150°. Leuchtstoffröhren strahlen dagegen in alle Richtungen, und trotz Reflektoren entstehen hohe optische Verluste. Dazu kommen schnellere Alterung und der Umstand, daß auf der Oberseite der Röhren sich im Lauf der Zeit Staub ansammelt. Einfach mal ausprobieren. In 10 Jahren wird es gar nichts anderes mehr geben als LED oder dann vielleicht OLED. Jedenfalls keine Leuchtstofflampen, meine Prognose ist, daß die vor dem Jahr 2020 von er EU verboten werden ( Quecksilber ) wie zuletzt die Glühbirnen.
    In meiner Praxis war der Aufwand für den Tausch etwas höher als normal, weil ich vorher elektronische Vorschaltgeräte hatte. Für das Umklemmen von 6 Leuchten brauchte der Elektriker eine Stunde. Normalerweise, mit konventionellen Vorschaltgeräten, muß man nur den Starter gegen einen Starterdummy tauschen und die Röhre auswechseln. Das dauert eine Minute. Rechnet sich überall, wo mehrere Stunden pro Tag das Licht brennt, in kurzer Zeit.

    Ich bin kein Buchhalter und möchte keiner werden, kenne mich mit der einschlägigen Terminologie deshalb nur wenig aus.
    Zu den Abrisskosten. Dafür werden Rückstellungen gebildet. Dieses durch Rückstellung angesparte Geld ist aber nicht sicher bei einer Insolvenz, die bei jedem Unternehmen prinzipiell möglich ist, und sei es durch Betrug und Diebstahl. Wenn das Geld gesichert werden soll muß es vor einem Zugriff gesichert werden, z.B. durch Anlage auf einem Sperrkonto, von dem es nur zweckgebunden entnommen werden kann. Eine solche Regelung ist möglich und kann bei der Vertragsgestaltung festgelegt werden.

    Sie behaupten daß die Rückstellungen für den Abriss immer niedriger sind als die tatsächlichen Kosten. Woher haben Sie Kenntnis:
    – wie hoch die Rückstellungen für den Abriss sind
    – was ein Abriss kostet??

    MfG
    Frank Leyener

  43. Anke Hartmann-Wegner

    Sehr geehrter Herr Leyener,
    an dieser Stelle schreibe ich in meiner Funktion als zweite Sprecherin dieser BI. Eigentlich war ich schon fast soweit zu glauben, Sie hätten doch Benehmen. Wie man sich irren kann. Jemand, der wie Sie nicht einmal richtig liest und gelesenes falsch wiedergibt, der sich mit konträren Ansichten nicht auseinandersetzen kann, der Fakten ignoriert, der Hersteller, Betreiber und Kommanditisten in einen Topf wirft, der in fast schon kindlicher Naivität Michmädchenrechnungen aufmacht, der unterstellt Andersdenkenden grobe Unwahrheiten zu verbreiten, obwohl diese sich mit Ihren Argumenten sachlich auseinandersetzen und dies vor allem auch können. Das ist an Unverschämtheit nicht mehr zu überbieten und überschreitet auch meine mehr als großzügig bekannte Toleranzgrenze, vor allem deshalb, weil bisher alle Beteiligten, darunter auch Befürworter der Anlagen, die Diskussionen stets mit Respekt und Achtung voreinander geführt haben. Sie dürfen sich gerne weiterhin auf unserer Seite selbst vorführen, aber noch eine derartige Entgleisung und Sie dürfen versichert sein, dass ich höchstpersönlich für Ihre Sperre sorgen werde.

    Gute Besserung!

  44. Lani

    Bravo Marco!!!!!

    Ich frage mich seit Tagen von wem der Herr Leyener bezahlt wird!!!

    Herzliche Grüsse aus Ahl-Werthemich!!!

    Lani

  45. Marco Pilotto

    Sehr geehrter Herr Leyener,
    viele Ihrer „betriebswirtschaftlichen“ Hinweise zeugen leider von einem mangelnden Sachverstand in diesem Bereich.
    Sie sprechen mehrfach an, dass Abrissrückstellungen in ein Sperrkonto eingezahlt werden sollen (vgl. z.B. Beitrag am 07.04.). Hierzu ist anzumerken, dass Rückstellungen nirgends „eingezahlt“ werden können, da Rückstellungen einen Passivposten in einer Bilanz darstellen. Die Bildung erfolgt grundsätzlich liquiditätsneutral. Das einzige was Sie tun können, ist die weitere Vorsorge über einen der Höhe nach gleichlautenden Aktivposten in der Bilanz, der durch Liquidität gebildet wird (so z.B. auch sogenannte Rückdeckungsversicherungen). Die dafür notwendige Liquidität muss aber vorhanden sein! Dies ist nicht unbedingt sichergestellt, da Liquiditätszuflüsse in großem Maße für Zinsen, Tilgungen, Pachtzahlungen und hoffentlich auch Gewinnausschüttungen für die Beteiligten am Windpark verwendet werden.

    Und wenn Sie das nun verstehen, dann ist es für Sie auch kein Widerspruch, wenn Windkraft zum einen als finanziell lukrativ (Gelddruckmaschine) und zum anderen als risikobehaftet (Pleitegeier) angesehen werden muss. (vgl. 07.04.). Sie differenzieren zu wenig zwischen den Haubergsgenossen, die später einem Haftungsrisiko ausgesetzt sind und z.B. den beteiligten Kommanditisten eines Windparks.
    Geldabflüsse für Pachtzahlungen stellen Kosten für den Windpark und zunächst einmal Erträge bei den Waldgenossen dar. Beim Bürgerwindpark entstehen aber auch hohe liquiditätsneutrale Aufwendungen wie z.B. Rückstellungen, aber auch Abschreibungen auf die Windräder, die Sie bisher noch mit keinem Wort erwähnt haben!! Dadurch können insgesamt Verluste entstehen, die zur Insolvenz führen können. Haften müssen in diesem Falle die am Windpark Beteiligten unter anderem dann auch die Bürger, wenn sie sich beteiligt haben, da ihre Kommanditeinlage Haftungskapital darstellt. Die Haubergsgenossen haften dann bei den Rückbaukosten noch einmal. Schlimmstenfalls mit einer vielfach höheren Summe als sie bisher als Pacht eingenommen haben. Das kommt ganz darauf an, ob und wann die Betreibergesellschaft insolvent wird. Die Rückstellungen für den Rückbau sind aber immer um ein Vielfaches niedriger als der Abbau dann letztendlich kostet.

    Wie kommen Sie nun zu der Aussage, dass nach der Insolvenz einer Betreibergesellschaft die Windkraftanlagen unverändert weiterbetrieben werden, „nur von einem anderen Besitzer“. Heißt das für Sie, wenn die Bürger A,B,C ihr Geld verloren haben, kommen die Bürger D,E,F die dann unverändert weitermachen? Insolvenz heißt gleichzeitig auch immer Sanierung. An welchen Kostenblöcken wollen Sie denn die Reduzierungen vornehmen, wenn wie oben gezeigt große Teile der Aufwendungen aus Fixkosten bestehen? Mit einer Pachtkürzung ist es hier dann nicht mehr getan. Und auch Ihr Vergleich mit der Zwangsversteigerung eines Hauses statt eines Abrisses, wenn ein Eigentümer die Zinsen nicht mehr zahlt ist völlig absurd, da für eine Reduzierung der Zinslast der Eigenkapitalanteil erhöht werden muss und der „ordentliche Kaufmann“ immer auch eine Eigenkapitalverzinsung einkalkuliert.

    Bitte hören Sie auf, die Immobilienwerte als gesichert zu beschreiben, indem Sie Ferienwohnungen und Hotels mit selbstgenutzten Eigenheimen vergleichen. Dies sind Äpfel und Birnen!

    Sie schreiben in Bezug auf Ertragsplanungen, dass „ein gewissenhafter Planer sich mit seiner Kalkulation zudem am unteren Ende der Prognosen bzw. noch etwas darunter bewegen wird“. Bisher habe ich immer nur gehört, dass die tatsächlichen Erträge unter den Planwerten liegen (so auch Hilchenbach). Da müssen dann ja böse Leute am Werk gewesen sein!

    Am 07.04. haben Sie eine Frage gestellt bzgl. des Rewe-Supermarktes:“Kann mir irgend jemand erklären, warum dort noch diese Funzeln brennen“?. Ich kann Ihnen ja mal einen Denkanstoß geben: Leuchtstoffröhren von 150 cm Länge (58W) haben einen Lichtstrom von ca. 4.000 bis 5.000 lm. Die von Ihnen als Vergleich herangezogene LED-Röhre kommt auf einen Lichtstrom von etwa 2.000 lm. Demnach benötigen Sie in etwa die doppelte Menge an LED-Röhren um die gleiche Helligkeit zu erreichen (oder nun sind Sie schon bei 14 Monaten Amortisationsdauer). Da Sie die zusätzlichen Leuchten aber nicht einfach so ankleben können, kommen kostspielige Installationsarbeiten hinzu. (Alles weitere erspare ich mir!!).

    Und noch eine Bitte: Schreiben Sie nicht immer „Unkosten“. Damit entlarven Sie sich als betriebswirtschaftlicher Laie, da es den Begriff weder unter Kaufleuten, Buchhaltern oder Steuerberatern tatsächlich gibt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Marco Pilotto, Nenkersdorf

  46. Frank Leyener

    Sehr geehrter Herr Wegner,

    Ihr Unternehmen ( Walzen Irle ? ) hat einen permanenten Stromverbrauch von 10 Megawatt und ist belastet durch die Stromkosten und EE-Zuschlag. Zahlen Sie den wirklich in voller Höhe bei diesem Stromverbrauch?

    Sofern der Strompreis einschließlich EE-Zuschlag oberhalb 8,8 Cent liegt könnte es für Ihren Betrieb sehr lukrativ sein, den Strom mehrerer Anlagen von den Erzeugern zu übernehmen ( Direktvermarktung ) oder noch besser mehrere Anlagen zu kaufen. Die Anlagen könnten direkt an Ihren Mittelspannungsanschluß angebunden werden. Sie hätten einen auf 20 Jahre gesicherten Strompreis für einen erheblichen Teil des Verbrauchs in Höhe von 8,8 Cent. Und dieser Preis enthält noch einen Gewinn, die Erzeugungskosten liegen also noch niedriger. So könnte aus dem, was in Ihren Augen einen Fluch darstellt, ein wirtschaftlicher Segen für Ihren Betrieb werden.

    Zudem können Sie mit der umweltfreundlichen Produktion werben. Immer mehr Unternehmen tun das. Es gibt einen großen Windpark auf dem Gelände des VW-Werks in Emden. BMW hat auf dem Produktionsgelände für das Elektroauto i3 zwei Windkraftanlagen errichten lassen und wirbt mit einer 100% erneuerbaren Stromerzeugung für das Werk. Ein mir seit 20 Jahren bekannter Windkraftplaner erzählte mir vorgestern, daß er gerade eine große Anlage auf dem Gelände eines Industriebetriebes in Westfalen plant für deren Eigenstromversorgung.

    MfG
    Frank Leyener

  47. Frank Leyener

    Hallo Herr Wegner,

    stimmt, das habe ich wohl falsch verstanden. Wird aber auch nicht explizit gesagt, was dort gemessen werden soll. Sie schreiben über den Sachverständigen für meteorologische Windmessungen und dann, daß er eine Ist-Messung machen soll. Es wird nicht erwähnt, was und wie gemessen werden soll, nur zwischen den Zeilen kann man nachvollziehen, daß eine Lärmmessung gemeint ist.
    Verstehe immer noch nicht, was das bezwecken soll. Unter welchen Bedingungen soll die Messung durchgeführt werden, bei Windstille oder bei Wind? Sie werden doch völlig verschiedene Ergebnisse bekommen je nach Windrichtung und Intensität und Standort. Das gilt auch für den Fall, daß der Windpark in Betrieb wäre. Sie werden meistens gar nichts messen können und nur unter ganz bestimmten Bedingungen überhaupt etwas hören. Übrigens habe ich gar keine Probleme damit, wenn bei Überschreitung der vorgeschriebenen Immissionswerte Anlagen nachts gedrosselt werden müssen.

    Die Anlagen werden ganz sicher 2.000 Volllaststunden übertreffen.
    Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die veröffentlichten Ertragsdaten des Windparks in Hilchenbach:
    http://www.rothaarwind.de/windenergie/mod_content_page/seite/Windstromertraege/index.html?rhwsid=039601c7f41adef601a0f74058b26526
    Der Park hat 5×2 = 10 Megawatt.
    Ertrag in 2013: 20.113.852 kWh , das sind 2.011 Volllaststunden
    2012: 2.129 Volllaststunden
    2011: 2.150 Volllaststunden
    2010: 1.827 Volllaststunden
    2009: 2.172 Volllaststunden
    2008: 2.073 Volllaststunden
    Mittel der 6 Jahre 2008-2013: 2.060 Volllaststunden

    Die Anlagen in Hilchenbach haben eine Leistung von 2.000 kW und eine Rotorfläche von 5.281m2
    Im Windpark Werthenbach sind meines Wissens Enercon E115 geplant mit gleicher Nabenhöhe 135m, 2.500 kW Leistung und einer Rotorfläche von 10.386m2.
    In Hilchenbach liegt die Rotorfläche pro kW bei gut 2,6 m2, in Werthenbach bei 4,1m2. Dies führt dazu, daß bei angenommen vergleichbaren Windverhältnissen sehr viel höhere Volllaststunden erzielt werden. Bei Starkwind ist die Leistung natürlich durch die installierte Leistung begrenzt, bei schwachem und mittlerem Wind ist die Auslastung viel höher. In Hilchenbach würden diese Anlagen an den gleichen Standorten zwischen 2.500 und 3.000 Volllaststunden leisten.
    Ich hoffe diese Zahlen waren nachvollziehbar.

    Was Ihre groben Unwahrheiten angeht weiß ich wirklich nicht, wo ich anfangen soll.
    Am besten läßt sich so etwas ja belegen, wo es um konkret genannte Zahlen geht – Beispiel Volllaststunden.
    Gehe hier mal auf den Beitrag von Matthias Büdenbender von gestern ein. Herr Büdenbender macht folgende Rechnung:

    „Im Entwurf des LEP für NRW sind allein für den Regierungsbezirk Arnsberg 18.000ha an Fläche für Windenergienutzung vorgesehen, für den Kreis Siegen-Wittgenstein bedeutet das eine Fläche von 3.270ha, anschaulicher ausgedrückt 32.700.000m² Fläche! Laut Angaben eines Projektbetreibers benötigt man für ein Windrad von ca. 200m Höhe eine Fläche von 10.000m². Das bedeutet wiederum, dass insgesamt 3.270 Windräder im Kreis Siegen-Wittgenstein gebaut werden könnten.“

    Für Siegen-Wittgenstein 3.270 Hektar, OK.
    Allein auf den geplanten Windpark Werthenbach entfallen davon 368 Hektar. Hier werden aber nicht etwa 368 Windkraftanlagen geplant, sondern nur 10, denn man kann Windmühlen nicht stapeln wie Bierflaschen in der Kiste. Es sind von Anlage zu Anlage sowie zu den Grenzen des Parks Abstände von mehreren hundert Meter erforderlich, und diese Flächen zählen natürlich auch zu der Planungsfläche. Herr Büdenbender macht in seiner Rechnung aus tatsächlichen 10 Anlagen mögliche 368. Das ist das, was ich mit grob falsch meine. Hier wird an allen Ecken und Kanten maßlos übertrieben. Mir ist nicht ganz klar, ob hier das eine oder andere Missverständnis vorliegt oder ob es sich um gezielte Fehlinformation handelt. Ich will zu Ihren Gunsten annehmen, daß bei den Fakten Informationsdefizite vorliegen.

    Beispiel eine Aussage auf der Seite Wir über Uns:
    „Land ist aber nur einmal verplanbar. In Werthenbach stand die alternative Energie in Form von Holz immer im Vordergrund. Seit Jahren schreibt sich die Stadt Netphen den Tourismus auf die Brust. Beides würde wegfallen, für immer!“
    So, so, sowohl die Holznutzung als auch der Tourismus werden wegfallen. Dafür hätte ich gerne eine Erklärung.
    Was die Holznutzung angeht wird pro Anlage etwa eine Fläche von 1 Hektar gebraucht. Es geht auch mit einem halben Hektar mit neuen Krankonzepten, aber es müssen auch noch Wege gebaut werden, 1 Hektar ist also eine plausible Annahme. Nicht alle Flächen müssen gerodet werden, es gibt ja auch Kyrillflächen mit geringem Bewuchs. Aber mal angenommen es gäbe in Siegen-Wittgenstein in einigen Jahren auf den 3.270 Hektar Windparkflächen 200 Windkraftanlagen, dann hätten wir einen Verlust von 200 Hektar beim Baumbewuchs. Das muß man in Relation zu 70.000 Hektar Wald im Kreis Siegen-Wittgenstein setzen, dann sind das gerade einmal 0,3% der Waldfläche. Wo fällt denn hier die Nutzung der Holzenergie weg???

    Das gleiche gilt für den Tourismus, wie gesagt betätige ich mich selbst auf diesem Gebiet. Baue noch ein Ferienhaus mit 24 Betten im Sichtbereich des Windparks in Weidenhausen. Bin mir sicher, daß ich das Haus an mindestens 280 Tagen pro Jahr auslasten kann, ganz egal ob Windmühlen oder nicht.
    In Bad Laasphe wurde vor gut einem Jahr das Design Hotel Am Fang eröffnet. Das ist ein Hotel, das wegen Sanierungsstau geschlossen wurde und einige Jahre leer stand. Wurde jetzt von einem Betreiber aus den Niederlanden erworben. Im vergangenen Jahr wurde auch der Windpark im Banfetal gebaut mit 6 Anlagen der gleichen Größe, die auch bei uns vorgesehen ist. Bin gestern extra am Hotel vorbei gefahren. Das Haus steht hoch an einem Südhang. Genau am gegenüber liegenden Höhenrücken stehen in voller Sicht aus sämtlichen Schlafzimmern die 6 Windkraftanlagen.
    Das Hotel mit 140 Betten ist proppenvoll, hatte meines Wissens im vergangenen Jahr 40.000 Übernachtungen. Mir sind keinerlei Klagen der Betreiber bekannt, daß durch die Windenergie irgendwelche Nachteile für den Hotelbetrieb entstanden wären.

    Hätte deshalb gerne eine Erläuterung von Ihnen, wie Sie zu der Aussage kommen, daß durch den Windpark Werthenbach der Tourismus in der Gemeinde für immer entfällt. Bleiben Sie bei dieser Aussage? Bin gerne bereit, Ihnen weitere Zahlen zu liefern über die Entwicklung des Tourismus in Regionen mit intensiver Nutzung der Windenergie.

    MfG
    Frank Leyener

  48. Andreas Wegner

    Hallo Herr Leyener,
    Zu:
    Die von der Bürgerinitiative geplanten Windmessungen kann man sich eigentlich sparen. Diese sind viel zu kurzfristig und auch zu punktuell und erreichen nicht annähernd die Genauigkeit der ausgefeilten Simulationsprogramme. Eine Messung müßte schon für ein ganzes Jahr und in Nabenhöhe erfolgen und dann natürlich wiederum abgeglichen werden mit langfristigen Werten von benachbarten Standorten. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß man für 2.000 Euro eine aussagekräftige Messung bekommt.

    An dieser Stelle muss ich leider feststellen, dass Sie unsere Ausführungen nur oberflächlich studiert haben, sonst wäre ihnen aufgefallen, dass wir eine Lärm-Ist-Messung für 2000 € von einem Sachverständigen machen lassen werden. Wenn man pro und contra sinnvoll diskutieren will, sollte oberstes Gebot das genaue Lesen und Wiedergeben der anderen Meinung sein, anderenfalls kann man sich mit ihr nicht auseinandersetzen. Unsere BI würde eine Langzeitmessung mit einem Windmast auf Nabenhöhe ohne weiteres zustimmen, so steht es ja nun auch in unseren Forderungen. Eine solche Messung inkl. Errichtung eines Mastes mit Betonfundament kostet wohl so um die 80.000€. So etwas sollte sich ein Betreiber es schon Kosten lassen, möchte er eine verlässliche Aussage zur Windhöffigkeit in unserem Gebiet haben. Zu den Simulationsprogrammen kann ich sagen, dass diese auch in unserer Firma nur für andere Projekte genutzt werden, jedoch auch hier nur als grobe Richtung zu verstehen ist.
    Warum werden Sie nicht eigentlich mal konkret was unsere groben Unwahrheiten angeht ? Ich wäre sehr gespannt darauf, denn wir reden ja offensichtlich Ihrer Meinung nach nur ins Blaue hinein !!!
    Fakt ist doch wohl eines, wenn Sie sagen eine solche Anlage produziert im Jahr mehr als 2000 VLS, wissen Sie ja auch, dass hierfür mindestens 12m/s Wind erforderlich sein müssen (Quelle Enercon Katalog/Leistungskurve). Diese 12m/s werden jedoch am Flughafen Siegerland nur sehr selten gemessen !!! Man kann natürlich all diese Fakten ignorieren und an sich vorbeiziehen lassen, jedoch kommt man so nicht weiter.
    Außerdem gibt es in den Firmen, zumindest in unserer, auch Bestrebungen zum Energiesparen, jedoch ist es bei einer permanenten Abnahmeleistung von 10MW, ja Sie lesen durchaus richtig, nicht ohne weiteres möglich, ohne die Produktion zum Stoppen zu bringen. Sie sehen hier, dass wir ein sehr Energieintensives Unternehmen sind und auch bei uns hat wie ich ja schon geschrieben habe die EEG-Umlage stark zugeschlagen. Auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen, so kann ein Unternehmen durch die EEG-Umlage ganz schön in Schwierigkeiten gebracht werden.

  49. Dieter Hermann

    Meine Meinung zur Energiewende und zur Verspargelung der Landschaft kann man meinen letzten Leserbriefen in der SZ entnehmen.
    MfG
    Dieter Hermann

  50. Frank Leyener

    Hallo Herr Wegner,

    beschäftige mich seit mehr als 20 Jahren mit dem Thema Windenergie. Habe in 1993 eine Bauvoranfrage für ein Windrad auf dem Stünzel gestellt. Damals bekam ich nach 2 Wochen eine Kostenrechnung über 50,- DM, dann hörte ich 9 Monate lang nichts – die Behörde war wohl einfach nur perplex und wußte mit meinem Ansinnen nichts anzufangen. Aus dem Windrad ist damals nichts geworden.
    Ganz in der Nähe wurde Jahre später das erste Windrad in Wittgenstein aufgestellt, eine 600 kW Anlage von Enercon. An diesem Windrad habe ich eine Mini-Beteiligung von 1.000 Euro erworben. Obwohl auch bei diesem Projekt die Winderträge etwas hinter dem Prospekt zurückliegen ( zu den Gründen später ) liegen die Auszahlungen bisher deutlich über Prognose. Kann Ihnen sämtliche Unterlagen dazu gerne zur Verfügung stellen. Das Thema Windenergie habe ich in der ganzen Zeit nebenbei verfolgt, denke daß ich gegenüber den meisten Bürgern über einen Informationsvorsprung verfüge. Da geht einem schon mal die Hutschnur hoch, wenn in vielen Punkten grobe Unwahrheiten verbreitet werden. Werde ab sofort versuchen, mich mit pointierten Äußerungen zurückzuhalten und nur mit Fakten zu argumentieren.

    Die wirklich energieintensiven Unternehmen sind vom EE-Zuschlag befreit. Die meisten kleineren Unternehmen müssen diesen jedoch zahlen. Jeder Kostenfaktor ist eine Belastung. In meinen beiden Ferienhäusern, in denen ich 7 Personen in Minijobs bzw. Gleitzonenjobs beschäftige, machen die Energiekosten derzeit noch etwa 10% vom Umsatz aus – das werde ich sukzessive senken. Man kann dagegen aber auch etwas tun, nämlich Energie effizienter einsetzen. In Industrie und Gewerbe wird leider sehr wenig auf das Thema Energieeinsparung eingegangen, von daher sehe ich einen gewissen Kostendruck nicht nur mit einem weinenden Auge.
    Damit das nicht wieder nur als Polemik verstanden wird ein konkreter Beispiel. Kaufe mehrmals pro Woche im REWE-Markt in Bad Laasphe ein. Dort hängen mehrere hundert Leuchtstofflampen 150cm an der Decke, Verbrauch pro Stück mit Vorschaltgerät ca. 70 Watt. Öffnungszeit des Marktes Mo-Sa 6:00-22:00, das sind im Jahr etwa 4.800 Stunden. Jede Röhre verbraucht 336 kWh pro Jahr. Man könnte die austauschen gegen LED-Röhren mit 24 Watt bei gleicher Helligkeit. Stromverbrauch nur noch 115 kWh, Einsparung 221 kWh, bei einem angenommenen Strompreis von 15 Cent sind das 33 Euro pro Jahr. Kosten pro Röhre 20 Euro, Amortisationszeit gut 7 Monate. Kann mir irgend jemand erklären, warum dort noch diese Funzeln brennen? Der Raiffeisen Westmarkt in Bad Laasphe hat die Beleuchtung umgestellt auf LED, OBI in Wallau auch. Ansonsten überall noch die altbekannten quecksilberhaltigen Leuchtstoffröhren.
    So sieht das leider überall aus. Ein Bekannter ist Dipl.-Ing. und betreibt ein Ingenieurbüro für Energietechnik. Er berichtet mir, daß überall gigantische Energieverschwendung herrscht und nur geringe Bereitschaft vieler Unternehmen, vorhandene Potenziale auszuschöpfen.

    Nun zurück zur Windkraft.
    Die eigentlichen Betriebskosten machen nur einen vergleichsweise kleinen Teil der Unkosten aus. Die Firma Enercon ( Marktführer in Europa ), deren Anlagen auch für den Windpark in der Region angedacht sind, bietet Vollwartungsverträge mit Laufzeiten bis 15 Jahren an. Für einen Betrag von ca. 1,5 Cent je produzierter Kilowattstunde übernimmt die Firma sämtliche Wartungsarbeiten und Reparaturen bis hin zum Austausch von Rotorblättern und Generatoren, falls erforderlich. Es wird dabei eine technische Verfügbarkeit garantiert, ich glaube 97%, bei deren Unterschreiten der Betreiber eine Kompensationszahlung erhält. Der Kostenblock Wartung und Unterhaltung ist also sehr gut kalkulierbar.
    Der weitaus größte Kostenfaktor sind Tilgung und Zinsen. Hier ist ein gewisser Anteil Eigenkapital erforderlich, der Rest wird finanziert über KfW-Kredite, Bankdarlehen u.ä.
    Daneben gibt es noch weitere Kosten. Das sind Pachtzahlungen, Versicherung, Verwaltung und Steuerberatung, Gewerbesteuer, Fremdstrombezug, Grundstückspflege uvm. und eben auch die Abrissrückstellung. Für diese wird in der Regel ein fester Betrag vorgesehen, der in monatlichen oder jährlichen Raten angespart wird. Als Grundstücksverpächter sollte man vertraglich festlegen, daß diese Rücklage auf ein Sperrkonto eingezahlt wird und dem Grundstückeigentümer jährlich die Einzahlungen in die Rücklage nachgewiesen werden. Es kann gut sein, daß diese Rücklage gar nicht aufgezehrt wird, ein hoher Prozentsatz von abgebauten Altanlagen wird derzeit noch ins Ausland verkauft und dort neu aufgestellt. Die Rücklage sollte aber hoch genug angesetzt werden, um die Abrisskosten auch ohne Wertgutschrift für Altmetalle abzudecken. Wobei 30 Tonnen Kupfer immer einen Wert haben werden.
    Bei der Pacht gibt es entweder Festbeträge – bei Anlagen in der betreffenden Größenordnung Beträge von 25-40.000 Euro pro Anlage und Jahr – oder eine prozentuale Beteiligung an den Einnahmen. Es ist eine Verhandlungsfrage, auf welches Modell man sich einläßt.

    Aus den laufenden Einnahmen muß der Betreiber zunächst alle Unkosten bestreiten, d.h. Bankdarlehen bedienen, Pacht zahlen usw. Erst wenn danach noch etwas übrig bleibt fließt das dem Eigentümer zu. Der ist mit seinem Kapital also zuerst im Risiko.
    Die Erlöse für den erzeugten Strom liegen bei neu errichteten Anlagen derzeit bei 8,8 Cent pro Kilowattsunde, evtl. plus SDL-Bonus.

    Die Erträge sind gar nicht so schwierig abzuschätzen, wie es hier dargestellt wird. Die großen Hersteller verfügen über sehr präzise Simulationswerkzeuge, die mit den Daten von tausenden vorhandenen Anlagen die Windverhältnisse sehr exakt berechnen können, auch unter Berücksichtigung der Abschattung durch Nachbaranlagen.
    Der Grund für die bei vielen Anlagen nach unten abweichenden Erträge liegt ganz wesentlich daran, daß für die Prognosen Datensätze für in der Vergangenheit liegende Durchschnittswerte verwendet wurden. Das Klima hat sich geändert, zum Beispiel ist es heute deutlich wärmer als in dem in der Meteorologie üblichen Referenzzeitraum 1960-1990. Das gilt auch für den Wind, die Windgeschwindigkeit in den letzten 10 Jahren war geringer als in der Zeit davor. Da die Energie mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit steigt oder fällt macht schon eine um 3% verminderte Windgeschwindigkeit fast 9% weniger Energie aus.
    Man hat dem neuerdings Rechnung getragen, indem die Daten für den Windindex an die Verhältnisse der letzten Jahre angepasst wurden. Hier eine Erläuterung dazu:
    http//www.energie-fokus.de/wie-der-windindexdie-rendite-von-windprojekten-beeinflusst2-669
    Bei sorgfältiger Planung sollten die Erträge nicht mehr als 10% von den Prognosen abweichen, wie gesagt unter Berücksichtigung des geänderten Windindex. Man darf sich natürlich nicht nur auf die Prognosen des Herstellers verlassen, es sind mindestens zwei weitere Gutachten von unabhängigen Experten erforderlich. Ein gewissenhafter Planer wird sich mit seiner Kalkulation zudem am unteren Ende der Prognosen bzw. noch etwas darunter bewegen. Schwankungen des Windertrages von Jahr zu Jahr werden natürlich trotzdem vorkommen.

    Die von der Bürgerinitiative geplanten Windmessungen kann man sich eigentlich sparen. Diese sind viel zu kurzfristig und auch zu punktuell und erreichen nicht annähernd die Genauigkeit der ausgefeilten Simulationsprogramme. Eine Messung müßte schon für ein ganzes Jahr und in Nabenhöhe erfolgen und dann natürlich wiederum abgeglichen werden mit langfristigen Werten von benachbarten Standorten. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß man für 2.000 Euro eine aussagekräftige Messung bekommt.

    Niemand wird eine Windkraftanlage mit einer Auslastung von nur 1.500 Volllaststunden bauen, das würde sich nicht rechnen. Heute gebaute Anlagen erreichen meist deutlich über 2.000 Stunden, auch in unserer Region. Gegenüber dem Windpark in Hilchenbach haben die geplanten Anlagen eine viel größere Rotorfläche und werden die ca. 4 Millionen kWh pro Anlage in Hilchenbach weit überschreiten.

    Es stimmt nicht, daß Dänemark wegen schlechter Wirtschaftlichkeit die Windkraft aufgeben will. In 2012 wurden 28% des dänischen Stroms aus Windkraft erzeugt, eine Erhöhung auf 50% bis 2020 ist geplant.

    MfG
    Frank Leyener

  51. Matthias Büdenbender

    Sehr geehrter Herr Leyener,

    um es vorwegzunehmen, ich bin mir nicht sicher, ob es überhaupt sinnvoll ist, auf Sie einzugehen. Bei der Darstellung Ihres Kommentares haben Sie eindrucksvoll bewiesen, auf welchem Niveau Sie sich bewegen – Glückwunsch hierzu. Ich kann nur hoffen, dass Sie ggü. Ihren Patienten auf einem sachlicheren Niveau kommunizieren. Zudem ist mir nicht bekannt, dass wir im Sandkasten miteinander gespielt haben oder warum duzen Sie uns?

    Sie kreiden in Ihrem Kommentar an, dass hier nur nachgeplappert wird. Das möchte ich hiermit deutlich zurückweisen. Ich glaube auch kaum, dass es möglich ist innerhalb kürzester Zeit über 1.000 Unterschriften zu sammeln, wenn man nur nachplappert. Ihre Aussage ist aus meiner Sicht eine Beleidigung der oben erwähnten Unterstützer unserer Sache. Es handelt sich um Bürger, die hiermit gegen eine völlig fehlgeleitete Politik in Bezug auf die Energiewende Ihren Unmut zum Ausdruck bringen. Die Bevölkerung hat sich auch nicht aus Angstmache hier eingetragen, dazu ist die Faktenlage zu eindeutig.

    Damit das Wesentliche nicht untergeht, hier nochmals unsere Forderungen kurz zusammengefasst:

    – Abstand der Windkraftanlagen zur Wohnbebauung (mind. 10 x Gesamthöhe), unter Wahrung und Achtung des Lebensraums aller Bürger

    – Keine Windkraftanlagen im Wald

    – Ausbau der Windenergie unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Belange wie Lärm, Infraschall und optische Bedrängung

    – Strikte Einhaltung von Arten-, Natur-, Landschafts- und Umweltschutz

    – Rückgewinnung der Planungskompetenz für die Kommunen und damit die Abschaffung der Privilegierung für Windenergie durch den § 35 BauGB

    Aus diesen Gründen fordern wir für das betroffene Gebiet keine Ausweisung als Vorrangzone für Windenergienutzung, da die obigen Kriterien nicht eingehalten werden können.

    Zu den Fakten:

    Entgegen Ihrer Ansicht sind wir von der BI sehr wohl der Meinung, dass durch den Infraschall eine Belastung für die Bewohner entstehen kann. Auch wenn Sie der Meinung sind, dass nur Spinner das behaupten und als Beweis einen Nachbarschaftsstreit heranziehen, sind wir hier anderer Meinung. Es gibt genügend internationale Studien, die unseren Standpunkt diesbezüglich untermauern. Auch haben wir mit Sachverständigen gesprochen, die das Thema Infraschall nicht verniedlichen, sondern klar der Meinung sind, dass dies in Zukunft ein nicht zu unterschätzendes Thema sein wird. Müssen erst Menschen krank werden, bevor sich etwas ändert? Ich kann im übrigen auch nicht mehr hören:“Aber neben einem Atomkraftwerk wollt Ihr ja auch nicht wohnen.“ Rechtfertigen wir jetzt den einen mit dem anderen Fehler?

    Zum Thema Immobilienwertentwicklung haben Sie auch sehr interessante Ansichten. Wir wissen aus gesicherten Quellen, dass der Wert einer Immobilie, die in der Nähe von Windkraftanlagen steht, stark beeinträchtigt wird. Je näher ein Haus an einer solchen Anlage steht, desto größer der Wertverlust. Glaubwürdige Gutachter sprechen hier von 30-50% Wertverlust. In Extremfällen werden bestehende Immobilien sogar unverkäuflich. Bei der bestehenden Planung liegt der „Sonnenhof“ inmitten dreier Windgiganten. Wer bitte hätte noch Interesse, eine solche Immobilie zu erwerben? Es geht ja auch nicht nur darum, dass jemand sein Eigenheim verkaufen möchte oder muss. Es geht hier auch um die Tatsache, dass eine Bank bei Kreditvergabe für Renovierungen etc. den Beleihungswert des Objektes ebenfalls herabsetzt und der Eigentümer nicht oder nur eingeschränkt kreditwürdig ist. Das ist unter Immobilien- und Finanzierungsmaklern zumindest unstrittig.
    Um den Tourismus in Siegerland und Wittgenstein zu beleben und zu fördern, hat der Kreis Siegen-Wittgenstein in den vergangenen Jahren erhebliche Aufwendungen getätigt. Rothaarsteig – der Weg der Sinne.
    Ein Gastronom formulierte ganz treffend wie folgt: An der Nordsee gibt es auch Windräder, aber mitten auf dem Strand stehen keine. Unser Strand ist der Wald und das gut ausgebaute Wandernetz rund um den Rothaarsteig.
    Sollte sich unsere Rot-Grüne-Landesregierung mit ihren Forderungen weiter durchsetzen, so bleibt von unserem Strand (Wald) nicht mehr viel übrig. Im Entwurf des LEP für NRW sind allein für den Regierungsbezirk Arnsberg 18.000ha an Fläche für Windenergienutzung vorgesehen, für den Kreis Siegen-Wittgenstein bedeutet das eine Fläche von 3.270ha, anschaulicher ausgedrückt 32.700.000m² Fläche! Laut Angaben eines Projektbetreibers benötigt man für ein Windrad von ca. 200m Höhe eine Fläche von 10.000m². Das bedeutet wiederum, dass insgesamt 3.270 Windräder im Kreis Siegen-Wittgenstein gebaut werden könnten. Was bitte bleibt von unserer Landschaft dann noch übrig? Attraktivität in Bezug auf den Rothaarsteig – den Weg der Sinne – stelle ich mir jedenfalls anders vor.

    Sie sprechen desweiteren davon, dass sehr viele Bewohner finanzielle Vorteile von dem Bau der Windkraftanlagen haben – sind Sie sich da sicher? Sie sprechen von Insolvenz und dass die Anlagen ja weiterlaufen würden. Die Pacht würde schließlich auch vom neuen Eigentümer gezahlt. Wenn der „alte“ pleite war, so bestimmt nicht, weil er zu viel verdient hat. Die Pachterlöse müssen dann runter gehen, damit ein wirtschaftlicher Betrieb möglich ist. Gutachter, die exakte Windmessungen für Investoren durchführen, bestätigen, dass die kalkulierten Windmengen in der Regel um ca. 20% über den tatsächlichen Erträgen liegen. Das zeigen auch die Zahlen, die über bestehende Windparks zugänglich sind. Das Risiko, das die Eigentümer eingehen, ist aus meiner Sicht unkalkulierbar. Was ist in 20 Jahren, wenn ein Windrad demontiert werden muss? Reicht die mittels Bürgschaft hinterlegte Summe aus? Sie sprechen von Schrottwerten – was ist mit dem Sondermüll? Entsorgt der sich alleine? Wenn der Betreiber das nicht stemmen kann, haftet am Ende der Grundstückseigentümer (sprich Waldgenosse) mit seinem Privatvermögen! Das Risiko, das hier eingegangen werden muss, ist meiner Familie (auch Waldgenossen) zu hoch. Wir lehnen dies entschieden ab.

    Wenn Sie ein Freund von Wald und Natur sind, so wäre es angebracht, die Parteidoktrin abzulegen und an die Sache mit gesundem Menschenverstand ranzugehen. Eine Energieerzeugung in Waldgebieten, deren Speicherung nicht gewährleistet ist, zu befürworten, kann nicht nachhaltig sein.

    Zu den weiteren unsachlichen Anmerkungen erspare ich mir jeglichen Kommentar.

    Mit freundlichen Grüßen

    Matthias Büdenbender

  52. Andreas Wegner

    Hallo Herr Leyener,
    Zum Thema Wirtschaftlichkeit kann ich nur sagen, dass mittelständige energieintensive Unternehmen sehr wohl Schwierigkeiten mit der EEG-Umlage haben. Das ist nicht von irgend jemandem nachgeplappert, sondern die eigene Erfahrung der letzten Jahre in unserem Unternehmen.
    Wie kommen Sie denn darauf, dass Wald-und Grundstücksbesitzer im Falle eines Rückbaus der Anlage heil aus der Sache herauskommen? Wenn ich im Internet richtig nachgelesen habe, ist es doch wohl so, das alle Kosten, wie Pachtzahlungen, Rückstellungen für den Rückbau, sowie für Wartung und Reparaturen einer solchen Anlage doch vom wirtschaftlichen Jahreserlös prozentual bezahlt werden müssen. Wenn Sie mit Erlösen aus Stahl und Kupfer rechnen, ist dass ein sehr heißes Eisen, da der Preis für Rohstoffe wie Stahl und Kupfer erheblichen Schwankungen unterliegt, weil dieser auch an der Börse gehandelt wird.
    Und werfen Sie mir nun nicht auch noch Nachgeplapper vor, ich bin seit nun 30 Jahren in der Qualitätssicherung dieser Branche tätig.
    Von daher können Sie heute nicht sagen das ein großer Teil der Kosten durch so etwas aufgefangen werden kann. Wie hoch ist denn die Pacht? Gibt es einen festen Betrag oder sind es nicht eher 4-5% vom Ertrag?
    Bei den Rückstellungskosten ist es doch wohl genauso. All diese Beträge können sich doch wohl nur am Jahreserlös orientieren oder ?
    Wo kommen denn die Zahlen für eine Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage in unserer Region eigentlich her? Es sind doch wohl nur Schätzwerte, es sei denn man legt die permanenten Windmessungen des Flughafens Siegerland zu Grunde. Ich glaube man kann deren Messung auch für unsere Region annehmen.
    Nun liegt genau hier dass Problem, denn dort wird im Jahresschnitt eine Windgeschwindigkeit von 4,5-6,5 m/s gemessen. Hieraus ergibt sich, dass eine Enercon E 101 bei diesen Windgeschwindigkeiten eine Leistung von noch nicht einmal 1 MW erreicht (Quelle Enercon Katalog/Leistungskurve).
    Selbst wenn die Anlage mit mehr als 1500 VLS im Jahr in Betrieb wäre resultiert hieraus ein nicht unerheblicher Fehlbetrag in der Kalkulation. (Viel Spass beim Nachrechnen). Um Wirtschaftlich erfolgreich zu sein müsste die Anlage etwa 2500 VLS im Jahr bringen. Bei einer Bausumme von etwa 4-5 Mio Euro eine gewagte Sache.
    Selbst Betreiber von Windparks wie in Hilchenbach bestätigen, dass sie in den vergangen Jahren ca. 20%, und im letzten Jahr ca. 13% unter ihren Erwartungen geblieben sind, sie also noch nie die kalkulierten Erträge erreicht haben und dass trotz der noch hohen Subventionen. Nicht auszudenken was passiert wenn an dieser Schraube gedreht wird. Auf dem freien Markt hätten diese Unternehmen nicht den Hauch einer Chance.
    Zum Thema Infraschall kann ich nur sagen, dass wir neben den natürlichen Quellen nicht noch jede Menge künstliche dazu bauen müssen.
    Im übrigen sind einige Ihrer werten Kollegen bei diesem Thema ganz anderer Ansicht. Wer sich ernsthaft mit dieser Problematik beschäftigt wird herausfinden, dass es immer mehr zum Thema werden wird. Einen Zoobesuch kann man, wenn die Elefanten zu viel plappern und jede Menge Infraschall verbreiten, sehr schnell beenden. Auch im Auto befinde ich mich in aller Regel nur für einen bestimmten Zeitraum, aber in meinem Haus muss ich permanent Leben.
    Nun gibt es ja etliche Studien zu diesem Thema, vor allem im Ausland. Warten wir doch einfach die Ergebnisse hieraus ab. Einige Länder scheinen hier schon weiter.
    Ach so zum Thema Windparks generell: Wissen Sie eigentlich, dass Dänemark, der Pionier schlechthin in Sachen Windkraft, seinen Anlagenbau Offshore aber auch Onshore, wegen schlechter Wirtschaftlichkeit aufgeben wollen? Ist doch irgendwie komisch bei dem Wind den die da oben haben. Auch die Subventionen sind etwa gleich so hoch wie bei uns. Im übrigen wandern auch im Soonwald viele Leute zu diesen Anlagen, um zu sehen wie man mit unserem Wald, der noch bis vor ein paar Jahren unantastbar war, umgegangen wird. In Gesprächen mit betroffen Anwohnern, die diese Anlagen vor der Haustür haben, kommt man eigentlich immer am weitesten. Man sollte sich auch diesem Problem öffnen können, und nicht alles was die Politik als gut darstellt einfach nachplappern.
    Auch Artikel aus Wikipedia, bringen einen hier allein nicht weiter, sondern selbst etwas tun und herausfinden, denn das Internet ist ja groß genug, kann hier helfen.

  53. Frank Leyener

    Sehr geehrte Frau Hartmann-Wegner,

    wir werden uns wohl nicht einig werden, wer hier polemisiert und wer nicht.

    Nur weil Sie darauf anspielen: ich bin parteipolitisch ungebunden, war nie Mitglied einer Partei. War bei den Bad Laaspher Grünen als Sachkundiger Bürger im Umweltausschuß aktiv, habe auch bei der letzten Landtagswahl Grüne gewählt – auch wegen Windkrafterlass. Bei den letzten 3 Bundestagswahlen habe ich CDU gewählt wegen Merkel Merkel Merkel, die ich für eine herausragende politische Gestalt und Persönlichkeit halte. Ihrem politischen Feindbild, das Sie anscheinend haben, entspreche ich nicht.

    Thema Wirtschaftlichkeit. Die von Ihnen zitierten Großkonzerne warnen schon, so lange ich denken kann, daß der Standort Deutschland nicht attraktiv für Sie ist. Gerade die energieintensivsten Unternehmen haben in den letzten Jahren von den Erneuerbaren Energien profitiert, weil durch die EE-Einspeisung die Börsenstrompreise stark gefallen sind. Leider zu Lasten der Kleinverbraucher, denen die wachsende Differenz zwischen Börsenstrompreis und Einspeisevergütung über die EE-Zulage aufgebürdet wird.
    Quelle u.a. das politisch unverdächtige Handelblatt:

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/strompreis-grossindustrie-spart-auf-kosten-der-kleinen/8976888.html

    Auch die Gewinne der Wirtschaft sind in den letzten 10 Jahren förmlich explodiert. Von einer durch die Windenergie verursachten Pleitewelle kann gar keine Rede sein, im Gegenteil profitieren auch regionale Unternehmen wie die Erndtebrücker Eisenwerke massiv von der Windenergie.
    Die Windkraft ist übrigens nur zu einem verschwindend geringen Anteil für den EE-Zuschlag verantwortlich. Windkraft ist nämlich sehr preiswert mit 8-9 Cent pro Kilowattstunde im Vergleich zu der in meinen Augen überförderten Bioenergie und der in den letzten Jahren noch extrem teuren Photovoltaik.

    Wie kommen Sie zu der Ansicht, daß die Waldbesitzer am Ende mehr zahlen als erhalten??? Die Pachtzahlungen sind extrem hoch, die Pacht einer einzigen Windkraftanlage ist weitaus höher als der gesamte Jahresgewinn der Haubergsgenossenschaft Nenkersdorf. Sie widersprechen sich hier auch selbst, wenn Sie einerseits die Windkraft als Gelddruckmaschine anprangern, mit der man sich bereichern kann, andererseits aber ständig den drohenden Pleitegeier ins Feld führen.
    Wo sollen denn die befürchteten Verluste für die Waldbesitzer her kommen? Eine Betreibergesellschaft kann pleite gehen, das ist richtig. Deshalb werden die Windkraftanlagen aber trotzdem unverändert weiter betrieben, nur von einem anderen Besitzer, der natürlich weiterhin Pacht bezahlen muß. Ein neu gebautes Haus wird schließlich auch nicht abgerissen, wenn der Bauherr seine Zinsen nicht bezahlt und zwangsversteigert wird. Die Unkosten bei der Windkraft sind vor allem Zins- und Tilgungskosten, der eigentliche Betrieb verursacht nur geringe Kosten und erwirtschaftet immer Überschüsse. Schlimmstenfalls würden Pachtzahlungen also ausfallen für den Zeitraum von der ersten Säumnis bis zur Übernahme der Anlagen des insolventen Betreibers durch einen Käufer aus der Insolvenzmasse.

    Richtig, der Abriss einer Windkraftanlage nach 20 Jahren kostet viel Geld. Teilweise werden die Unkosten aus den Erlösen für mehrere hundert Tonnen Stahl und Kupfer pro Anlage gedeckt. Vor allem aber werden für den Abriss nach Ende der technischen Lebensdauer Rückstellungen gebildet. Bei den Verträgen sollte darauf geachtet werden, daß diese in ein Sperrkonto eingezahlt werden. Sofern dies nicht ohnehin so gehandhabt wird wäre das ein leicht zu befolgender Hinweis an die Waldgenossenschaften. Wirtschaftliche Risiken für die Grundstückeigentümer kann ich nicht erkennen.

    Rotmilan. Wichtiges Thema. Einen gewissen Mindestschutz erhält der Rotmilan durch Abstandsregelungen zu Horsten. Dennoch lassen sich Gefahren nicht ganz vermeiden. Man kann aber aktiv etwas tun, um diese zu verringern. Es gibt ja ausführliche Untersuchungen zum Verhalten des Milans im Umfeld von Windparks. So wurde zum Beispiel festgestellt, daß der Milan sich nur zu ca. 10% in Flughöhen über 90m bewegt. Gerade die sehr großen neueren Anlagen verringern als schon durch den Abstand der Rotoren zum Boden die Kollisionsgefahr.
    Weitere Erkenntnis: Milane bevorzugen frisch gemähte Wiesen für die Jagd. Zu Verlusten an Milanen kam es besonders dann, wenn unterhalb einer Windkraftanlage zu einem Zeitpunkt gemäht wird, wenn in der Umgebung keine anderen landwirtschaftlichen Flächen gemäht werden. Der Milan wird dann geradezu angezogen. Diese Erkenntnisse kann man leicht berücksichtigen, indem man die Mahd unterhalb von Windkraftanlagen mit der Mahd auf anderen landwirtschaftlichen Flächen koordiniert. Noch besser wäre es, unterhalb der Anlagen gar nicht kurz zu mähen, sondern eher Gebüsch anzupflanzen.

    Ein Windpark in einem Waldgebiet erhöht übrigens die Artenvielfalt, zumindest dann, wenn er in einer Fichtenmonokultur angelegt wird. Die Freiflächen innerhalb der gleichförmigen und artenarmen Fichtenforste ziehen eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren an. Durch entsprechende Bepflanzung und Pflege kann man das noch fördern.

    So viel für jetzt
    Frank Leyener

  54. Nicole Klein

    Sehr geehrter Herr Leyener,

    Ich finde, das Sie als Landarzt sehr überheblich klingen, weil ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen, das bei Ihnen so wie bei jedem Anderen mehrere 1000 Euro Pacht im Jahr nur Nebensache sein sollen und Sie die ach so tollen „Windmühlen“ nur der Umwelt zur Liebe haben wollen.
    (Das ist meine Meinung und nicht nachgeplappert)

    Ich liebe auch die Farbe Grün, aber nicht auf die Art und Weise wie Sie, auch wenn Sie sich hier nicht outen ist meine Meinung über Sie das Sie ein „Grüner“ sein müssen.
    Ich liebe grün in Form von Wald und Wiesen, wie ich es jetzt sehe, wenn ich aus dem Fenster schaue und wenn die „Windmühlen“ stehen, sehe ich nur noch unrentable riesige Industrieanlagen, denn das Bild auf der BI Seite ist ein paar Schritte über unserem Haus entstanden. Egal wo ich mich aufhalte, ob im Haus oder auf der Terrasse ich bin dann umgeben von diesen riesigen Monstern.
    Sie werden ja dann bestimmt wieder zurück nach Nenkersdorf ziehen um sich jeden Tag an den „tollen Windmühlen“ zu ergötzen, oder?
    In Feudingen haben Sie ja nix von den „Windmühlen“.

    Sie können uns auch nicht mit Ihren 5000 Übernachtungsgästen vergleichen, denn ich finde, das es ein Unterschied ist, ob ich diese Monster 1 Woche im Urlaub ertragen muss oder 365 Tage im Jahr. Wobei ich persönlich auch keinen Urlaub neben Industrieanlagen machen würde. Ist auch nur meine persönliche Meinung.;
    Und zum Schluß möchte ich noch sagen, das wir weiter dafür kämpfen werden, das diese Monster nicht gebaut werden dürfen und werden sie doch gebaut und wird das Ding vor die Wand gefahren dann hält sich mein Mitgefühl den Pleitegeiern in Grenzen. Und das ist auch meine und keine nachgeplapperte Meinung.

  55. Anke Hartmann-Wegner

    Sehr geehrter Herr Leyener,
    Sie sind als Nenkersdorfer nach Feudingen gegangen, ich als Feudinger nach Werthenbach. Beide sind wir Akademiker. An dieser Stelle bin ich meinen Eltern für die mir zuteil gewordene bodenständige Erziehung umso mehr dankbar. Denn Ihre Unsachlichkeit, Arroganz und Überheblichkeit raubt mir den Atem. Ich verstehe aber jetzt etwas besser, warum die meisten Arbeitnehmer uns Akademiker zum kotzen finden. Ich jedenfalls gehe nicht mit geschlossenen Augen durch die Welt und achte nur auf die Befriedigung der Geldgier einiger weniger, die die Mehrheit dieses Landes bezahlen muss. Vor allem deshalb, weil die Haubergseigner zum Schluß mehr zahlen müssen, als sie je erhalten haben. Dafür muss man allerdings wirtschaftliches Rechnen beherrschen, will man es denn objektiv verstehen. Ich bin auch nicht so arrogant und überheblich, eine gesamte Expertenkommission als plappernd und polemisch abzukanzeln. Ich bin nur eine Landanwältin, vielleicht haben mir Landärzte ja etwas voraus. Ich sehe die Arbeitgeber, die um den Erhalt der Arbeitsplätze kämpfen, weil die EEG-Umlage ihre Rücklagen auf 0 fahren. Ich höre die Warnungen der Großkonzerne aus Deutschland abwandern zu wollen. Die Windenergie beim jetzigen Stand der Technik heiligen zu wollen, ist in etwa so, als wenn Landärzte plötzlich den Medikamentenwurf auf den Markt ohne Forschung fordern würden. Sicher würde das die Umwelt extrem entlasten. Jemand wie Sie muss natürlich ignorieren, dass die Nachbarländer unseren überschüssigen Strom noch nicht einmal mehr gegen Bezahlung wollen, weil er nichts taugt! Zu viele Spitzen, wenn Sie verstehen, was ich meine. Jemand wie Sie muss ignorieren, dass auch nur ein Cent weniger die TOLLE SACHE unwirtschaftlich macht. Sylt ist im übrigen meine zweite Heimat und die Grundstückspreise fallen auch dort (müssen Sie ja nicht weiter erzählen). Aber da Ihre Lieblingsfarbe bekanntlich grün ist, sind Sie in Ihrem Handeln und Argumentieren ja sehr flexibel: Gestern noch Frösche über die Straße getragen, heute das Schreddern von Rotmilanen huldigen. Im übrigen läßt sich über Geschmack nicht streiten und das ist auch gut so. Leider ist mir Ihr übriger Argumentationsstil auf zu niedrigem Niveau. Sollten Sie aber irgendwann einmal eine konstruktive Sachlichkeit bevorzugen, bin ich gerne bereit, mit Ihnen in eine kontroverse Diskussion zu treten.
    Bis dahin alles Gute…….

  56. Frank Leyener

    Hallo,
    bin gebürtig aus Nenkersdorf und immer noch jede Woche mindestens einmal dort. Wohne und arbeite jetzt als Allgemeinmediziner in Feudingen.

    Ich muß schon sagen daß ich erschüttert bin, auf welch niedrigem Niveau hier gegen Windkraftanlagen polemisiert wird. Man muß die nicht schön finden, das ist Geschmackssache. Ich persönlich finde WKA sehr ästhetisch und freue mich an ihrem Anblick.

    Was mich ärgert ist, daß hier jeder Unfug nachgeplappert wird, der schon an anderer Stelle von Windkraftgegnern ins Feld geführt wird. Beispiel Infraschall. Ist euch eigentlich bekannt, das die Welt voll ist von Infraschall, ohne daß dies bisher irgend jemanden gestört hätte? Die Natur erzeugt Infraschall, angefangen vom Wind bis zu den Meereswellen am Strand, die ja bekanntlich nicht gerade eine nervenzerfetzende Wirkung aufs Gemüt haben. Elefanten verständigen sich mit Infraschall. Muß man Angst haben beim Zoobesuch? Richtig „laut“ wird es im Auto. Da liegen Infraschallpegel vor, die weit höher liegen als alles, was man jemals im Umfeld von Windparks erwarten kann. Ein LKW-Fahrer ist diesem angeblich so gefährlichen Getöse an mehreren tausend Stunden pro Jahr ausgesetzt. Warum regt das niemanden auf, weder Greenpeace noch die Gewerkschaft?
    Aber darum geht es wohl gar nicht. Kein Argument ist zu dämlich, wenn es nur dem Zweck dient, nämlich Angst und Verunsicherung zu schaffen in der Bevölkerung. Es ist nämlich weniger der Infraschall als die Angst davor, die den einen oder anderen Anwohner im Schlaf stört. Die Angst wird aber nicht von Windkraftanlagen erzeugt, sondern wohl eher durch die „Informationen“ von Windkraftgegnern ausgelöst. Wer ist dann hier die schädliche Emissionsquelle?
    Las kürzlich eine interessante Geschichte. Ein empfindlicher Herr konnte keine Nacht mehr schlafen, nachdem sein Nachbar eine Luftwärmepumpe installiert hatte. Er litt fürchterlich unter dem Krach – und den Vibrationen durch Infraschall. Wie sich später herausstellte war die Luftwärmepumpe zu dieser Zeit noch gar nicht angeschlossen….

    Ein weiterer Punkt – die schädlichen Auswirkungen auf Immobilienwerte und Tourismus. Hier kann ich etwas aus eigener Erfahrung beitragen. Betreibe mehrere Ferienwohnungen ( Weidenhäuser Mühle in Bad Berleburg-Weidenhausen ) im unmittelbaren Umfeld des Windparks Osterholz, Luftlinie etwa einen km entfernt. Man kann den Windpark zwar nicht direkt aus dem Fenster sehen, aber wenn man in den Garten geht durchaus manchmal ganz leise hören. Habe dort etwa 5.000 Übernachtungen pro Jahr, die Wohnungen sind bis zu 300 Tage pro Jahr ausgelastet. Bis heute hat sich in 6 Jahren kein einziger Gast über die Windmühlen beklagt, im Gegenteil wandern viele Gäste dort hin, um sich die Anlagen anzuschauen.
    Und wer glaubt, daß in einer Region mit viel Windkraft die Immobilienpreise fallen der möge mal versuchen, auf Sylt oder am Ostseestrand ein Haus zu kaufen.

    Sehr viele Bewohner der Region werden übrigens erhebliche wirtschaftliche Vorteile haben von dem geplanten Windpark. Für manche Haubergsgenossen werden das mehrere tausend Euro pro Jahr an zusätzlichen Einnahmen sein durch die Pachtzahlungen. Obwohl ich selbst davon profitieren würde ist das für mich nur ein nebensächliches Argument. Ich beschäftige mich seit Jahrzehnten mit erneuerbaren Energien und Energieeffizienz, habe zum Beispiel meine völlig normal ausgestattete Praxis auf extrem niedrigen Stromverbrauch von nur 400 kWh pro Jahr optimiert. Fahre ein Elektroauto ( zur Zeit Mitsubishi i-MiEV, bald BMW i3 ), das ich demnächst mit eigenem Photovoltaikstrom laden möchte. Und wenn die Sonne mal nicht scheint dann hoffentlich mit Windkraft aus meinen Nenkersdorfer Haubergsanteilen. Beschäftige mich auch seit Jahrzehnten mit dem Wald. Mein Vater war im Haubergsvorstand, mein Bruder ist es jetzt. Wir lieben den Wald nicht weniger als irgend jemand sonst. Wir mögen aber auch die Windkraft wie die anderen erneuerbaren Energien und es wäre uns eine wirklich große Freude, wenn der Windpark in unserem Wald Realität wird.

    Fürchtet euch nicht, und laßt euch nichts einreden! Früher war es der böse Blick der Nachbarin, der die Menschen krank machte ( muß eine Hexe sein, verbrennt sie! ), heute ist es die böse Windkraftanlage oder der böse Mobilfunkmast.

    Mit herzlichen Grüßen aus dem benachbarten Wittgenstein
    Frank Leyener

    Anmerkung der BI: Auch von Akademikern fordern wir Sachlichkeit, die hier gänzlich fehlt. Bei weiteren Beiträgen auf diesem Niveau behalten wir uns Streichungen vor.

  57. Elke Dausacker

    Sehr geehrter Herr Neeb,

    da Sie hier zumindest ansatzweise meinen Beitrag streiften, bitte ich Sie herzlich, wahrzunehmen, dass ich auch mitteilte, nicht grundsätzlicher Gegner erneuerbarer Energien zu sein, wie sicherlich die meisten Autorinnen / Autoren auf dieser Seite. Vielleicht haben Sie überlesen, dass es gar nicht um das „Ob“ geht, sondern nur um das „Wie“ bzw „Wo“.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Elke Dausacker

  58. Meiswinkel, Johannes

    Schur….

    Eines steht bei all den Diskussionen wohl fest: Wir wollen alle ,,Saubere Energie,, die bezahlbar ist.
    So weit so gut. Das hier im Werthe, sowie in unserm Oberen Siegtal aber Riesige 200Meter Anlagen mitten in über Jahrzehnte gewachsenen WALD gesetzt werden können/sollen ist aber nicht die ,,Energiewende,, die man sich vorstellt.
    Grundsätzlich bin ich kein Windkraftgegner, um Gottes willen, aber die vorgehensweise A: Unserer ach so Grünen Landesregierung, hier insbesondere des ,,Umweltheuchlers….Äahm….Ministers Remmel (angeblich Siegerländer) und B: Der Politik und manch ander vor Ort, macht einen doch stutzig.
    Da rät eine Expertenkommision: EEG ist Unsinn, abschaffen! und was wird getan? Genau, das Gegenteil….. Zuckerbrot und Peitsche haben schon im alten Rom das Volk dumm gehalten.!!!

    Wenn nun doch diese Anlagen gebaut werden sollten………Ist die Natur, das Geld, unser Siegerländer Landschaftsbild (mal wieder) und vor allem das Vertrauen in den noch vorhandenen Menschenverstand hinüber.
    Meine Generation (Ü20) muss dafür später mit Spareinlagen büßen !!!!

    Zum Abschluss: Wer bei den nächsten Wahlen sein Kreuzchen bei B´90 Grüne setzt und trotzdem diesen Wahnsinn unterstützt…….Gehen sie mal zum Psychater, der hat was passendes da!

    Nodda…..

    Die BI bittet bei weiteren Kommentierungen um etwas mehr Sachlichkeit. Danke!

  59. Lani

    @ Corie Sting!!
    Hallo ins Siegtal!! Ich hoffe auf Grund Ihrer Initiative wird das Siegtal endlich wach!
    Ihr werdet bewusst unwissend gelassen. So sollte es uns im Werthetal nach dem Willen der Waldbesitzer und Politiker auch gehen. Dank unseres umsichtigen Ortsvorstehers Herbert Steiner, hatten wir die Gelegenheit schon auf unserer Bürgerversammlung über diese Industrieanlagen in unser aller Wald informiert zu werden. So das wir uns vor der Ausweisung des Flächennutzungsplans zur Wehr setzen können und meiner Meinung auch müssen. Lasst Euch nicht erzählen:“Es ist noch nichts entschieden. Dann sehen wir mal weiter!“ Es wird immer schwieriger werden gegen diesen Wahnsinn anzugehen. Sobald der Rat der Stadt Netphen entschieden hat den Höhenzug „Werthe-/Siegtal “ auszuweisen. Bitte macht alle mobil und klärt alle Anwohner auf.

    Dieser Willkür der Politiker muss dringend Einhalt geboten werden.

    Ich werde meine ganze Kraft gegen diese Naturzerstöung einbringen. Weil mir wurde von Kindesbeinen an gelehrt das der Wald das höchste Gut ist was ein Siegerländer besitzen kann (neben Familie, Haus und Hof)!!

    Und ich hoffe es werden sehr viele ,am besten alle verstehen.

    Liebe Nachbarn in Walpersdorf, Nenkersdorf, Grissenbach und Umbegung lasst Euch nicht einfach sagen: „Wir können eh nichts ändern!!““ Es geht!!!

    Wir müssen nur alle zusammenhalten………..

    Grüsse aus Werthenbach!!!!

    Melanie (Lani) Koop

  60. Stephan Wurst Artikelautor

    Hallo Frau Sting, sicherlich dürfen Sie unsere Seite mit ihrer verlinken.

  61. Corie Sting

    Liebe Initiatoren,
    für mich ist es unverständlich, dass bisher hier in Nenkersdorf und Walpersdorf noch keine Informationsveranstaltung bezüglich der geplanten Windkraftanlagen stattgefunden hat. Die Thematik wird meiner Meinung nach bewusst „klein“ gekocht mit dem Argument, dass ja noch nichts beschlossen sei. Lediglich die Haubergsgenossen wurden auf den jeweiligen Versammlungen informiert. Spricht man mit verschiedenen Personen aus dem Ort, wird mir bewusst, dass hier ganz unterschiedliche Informationsstände herrschen. Für mich ist es wichtig objektiv informiert zu werden, daher werde ich bei den Ortsbüergermeistern in Nenkersdorf und Walpersdorf anfragen, ob eine Informationsveranstaltung zeitnah für beide Orte stattfinden wird. Unabhängig davon bin ich der Meinung, dass man nur gemeinsam stark ist und sich die Ortschaften solidarisieren sollten. Am Sonntag (30.03.2014) wird ein Rundschreiben in die Haushalte von Nenkersdorf verteilt, welches die Bürgerinnen und Bürger dazu auffordert,
    sich hier auf der Seite zu informieren. Wir vom DKS (Heimatverein) würden gerne unsere Internetseiten mit dieser verlinken, so dass Interessierte direkt zu Eurer Seite gelangen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Corie Sting

  62. M.Pilotto

    Die durchgängig amüsanten Beiträge des Herrn Neeb haben mich nun doch veranlasst mal meine Gedanken als politisch durchschnittlich gebildeter Normalbürger hier zu verewigen.
    Die Bundesregierung arbeitet zurzeit an der Novellierung des EEG, welches den Bau von onshore Windkraftanlagen erschweren wird. Die Expertenkommission der Bundesregierung fordert die Abschaffung des EEG (vgl. FAZ 26.02.2014).
    Die NRW Landesregierung fordert den Bau von Windkraftanlagen im Kreis Siegen-Wittgenstein auf einer Fläche von 6000 Fußballfeldern (SZ vom 24.03.14)
    => ein Gegensatz?

    Für die Größenordnung von 6000 Fußballfeldern müssen große Waldflächen im Kreis Siegen-Wittgenstein gerodet werden (was anderes haben wir hier nun mal nicht). Umweltminister Remmel fordert eine Erhöhung des Waldanteils in NRW
    => das ist jetzt aber doch ein Widerspruch, oder?

    Der Kommunalsoli soll die „armen“ Städte im Ruhrgebiet unterstützen.
    Die ländlichen Regionen in NRW sollen für die Städte im Ruhrgebiet den Strom liefern, weil „da ist ja kein Platz“ (SZ vom 24.03.14)
    => so langsam komm ich mir etwas verschaukelt vor!

    Renaturierung Siegquelle, Wisent-Wildnis, Rothaarsteig, Zusammenlegung der Naturparks unserer Region (oh, das passt!!).
    200m hohe Industrieanlagen wenige hundert Meter vom Lahnhof entfernt.
    => schade, passt doch nicht.

    Waldgenossenschaften stehen für „naturnahe und nachhaltige Waldbewirtschaftung“ und die „Erhaltung der Schutz- und Erholungsfunktion“ des Waldes (Quelle: Internet), diverse Waldgenossenschaften im Netpher Stadtgebiet haben bereits in 2012 oder früher Anträge auf Ausweisung von Vorrangzonen bei der Stadt Netphen gestellt. (vgl. Potentialflächenanalyse der Stadt Netphen aus 2012)
    => mmh….

    Kommunen wie Brachbach, Mudersbach, Wilnsdorf hatten wohl ein offenes Ohr für die dort aktiven Bürgerinitiativen (vgl. u.a. SZ v. 27.03.14).
    => Ich hoffe auch dies in Netphen vorzufinden.

    Die Stadt Netphen argumentiert den Schritt zur Ausweisung weiterer Vorrangzonen mit einem Regionalplan, der evt. Bindungskraft entfaltet könnte (allerdings etwas unglücklich durch den Bauamtsleiter lt. SZ vom 21.03.14 dargestellt) Somit will die Verwaltung wohl vorausschauendes Handeln demonstrieren.
    „vorausschauend“ ist aber gerade hier wie oben aufgezeigt nicht angebracht, zumal eine Vorrangzone seit Jahren existiert.
    Die Stadt Netphen bevorzugt für den Bereich Werthenbach einen Bürgerwindpark statt eines industriellen Betreibers (Aah! Das verstehe ich in Bezug auf § 29 GewStG bei evt. anfallenden Gewinnen)
    Der geplante Bürgerwindpark wird auf einer eigens eingerichteten Internetseite vorgestellt. Die Betreiber der Seite versprechen eine transparente Planung. Die Mitbestimmung und die Möglichkeit finanzieller Beteiligung der Bürger bei der Rechtsform einer GmbH & Co. KG wird beworben. Es fehlt allerdings auch nur der kleinste Hinweis, dass eine solche Kommanditbeteiligung im Insolvenzfall Haftungskapital darstellt und somit ein Totalverlust für den Anleger drohen kann.
    => Transparenz? Eher mangelnder Informationswille (Prokon war auch mal eine „sichere“ Geldanlage)

    Nach der Bankenkrise empörte sich ganz Deutschland darüber, dass Gewinne privatisiert und Beeinträchtigungen/Verluste der Allgemeinheit aufgebürdet werden.
    => ja, ich weiß! Jeder Vergleich hinkt; aber irgendwie kam mir dieser Gedanke in den Sinn….

    Wehrte Netpher Kommunalpolitiker!
    Das gesamte Thema Windkraft wird momentan auf Bundes- / Landes- und Kommunalebene durchaus konträr verfolgt (so mein Eindruck als politisch durchschnittlich gebildeter Normalbürger).
    Legen Sie bitte Ihr politisches (Partei-)Mäntelchen ab, rücken Sie Ihren normalen Menschenverstand in den Vordergrund und folgen Sie Ihrem „grünen“ Bauchgefühl zum Wohle unserer Heimat Netpherland und der dort beheimateten Menschen.

  63. Michael Bruch, FDP Netphen

    Hallo liebe Bürgerinitiative,

    wir als FDP Stadtverband Netphen unterstützen die Bürgerinitiative „Gegenwind Werthenbach“ und sprechen uns klar gegen einen Bau neuer Windkraftanlagen auf unseren heimischen Höhenzügen aus.

    Wie viele von Ihnen bereits sehr schön herausgestellt haben, ist der Bau von Windkraftanlagen in dem geplanten Umfang ein massiver Eingriff in die Natur, vieles davon ist bereits mehrfach genannt worden. Auch die Belastung für Bewohner durch Lärm, Lichtreflexion und Schattenwurf ist nicht hinnehmbar.

    Einer der wichtigsten Punkte in diesem Zusammenhang ist wohl auch das Thema ‚Wirtschaftlichkeit und Effizienz‘. Hier halten wir als FDP Windkraftanlagen in den Höhenzügen des Siegerlandes für wirtschaftlich unrentabel und nur durch ein verunglücktes EEG begründet als für Investoren interessant (die viel besagten Subventionen). So verdienen Investoren nicht am Siegerländer Lüftchen, sondern an der garantierten Abnahmemenge zu einem festgesetzten Mindestpreis.

    Nebenbei bemerkt sehen wir in der nicht ausreichend entwickelten Energiespeicherung ein weiteres, ungelöstes Problem.

    Natürlich sind auch wir Unterstützer und Verfechter der Energiewende, allerdings sollten voreilige Entschlüsse und zwanghafte Maßnahmen der Politik nicht das rationale Denken beeinträchtigen, denn auch im Siegerland gibt es geeignete Alternativen wie z.B. Wasserkraft (siehe hierzu versch. Veröffentlichungen von Prof. Dr. Jürgen Jensen, Leiter des Lehrstuhls Wasserbau und Hydromechanik der Universität Siegen).

    Die FDP Netphen wird die Problematik um den Windpark Werthenbach als eines der zentralen Themen in ihren Kommunalwahlkampf integrieren und sich somit dafür einsetzen, dass die Bürgerinitiative „Gegenwind Werthenbach“ auch außerhalb des Oberen Johannlands Gehör findet.

    Viele Grüße aus Irmgarteichen

    Michael Bruch
    FDP Stadtverband Netphen
    Wahlkreis 17: Werthenbach-Ort/Hainchen

    Anmerkung der BI: Dieser Kommentar wird wie alle Kommentare unparteilich freigegeben!!!

  64. Matthias Büdenbender

    … dem Kommentar von Markus Richter ist nichts hinzuzufügen, hoffentlich wird er von den Entscheidern bei der Stadt und den Grundstückseigentümern (Waldgenossenschaften) auch gelesen.

  65. Marcus Richter

    Sehr geehrter Herr Neeb, sehr geehrte Betroffene,

    dieses Thema sollte sicher nicht ins Lächerliche gezogen werden. Hier geht es um ein ernstes Thema, welches alle betrifft, im Besonderen die Bürger der umliegenden Orte. Wenn Sie in ca. 1 km Entfernung dieser riesigen Industrieanlagen wohnen würden, hätten Sie sicher eine andere Meinung dazu. Das sind nicht nur „eben ein paar Windräder“ !!!. Diese gewaltigen Windanlagen belasten alle Anwohner. Ganz zu schweigen von den Flächen, die gerodet werden ( Standort, Zuwege, Stellplätze für Kräne, Leitungstrassen…) Hier werden die nächsten Stürme viele weitere Bäume zu Fall bringen ! Diese Entscheidungen, die jetzt getroffen werden führen unwiderruflich zu einer Bebauung auf unseren bewaldeten Bergkuppen. Über Generationen sind die Wälder gehegt und gepflegt worden. Das sollten auch die Grundstückseigner (hier meist Waldgenossen) nicht außer Acht lassen. Was wird der nächsten Generation dort hinterlassen ? Ein gewaltiges Erbe und Risiko. Der finanzielle Anreiz darf dorch nicht der Hauptgrund für eine Ansiedlung sein. Es scheint doch mittlerweile sehr offensichtlich, das eine Wirtschaftlichkeit der Anlagen hier in unseren Breiten gar nicht gegeben ist ! Und das soll hier durch Subventionen realisiert werden ?! Diese Anlagen gehören nicht in unsere Wälder !!!

  66. Dirk Neeb

    Hallo liebe Organisatoren der BI,
    vielen Dank und meinen großen Respekt dafür, dass Sie hier auch Andersdenkende zu Wort kommen lassen!
    Ich wünsche Ihnen aufrichtig, dass Sie das Richtige für unser aller Zukunft tun.

    Übrigens: Ich sehe mir generell keine Privatsender im Fernsehen an. :-)

    Viele Grüße

  67. Matthias Büdenbender/Anke Hartmann-Wegner

    Gratulation!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Im Namen der BI Gegenwind Werthenbach gratulieren wir der Wilnsdorfer Verwaltung für die mutige, vorausschauende und vernünftige Entscheidung, im Suchbereich Anzhausen/Flammersbach keine Windkraftanlagen zuzulassen. Sie haben sich damit vor Ihre gesamte Bürgerschaft gestellt und sie mit ihrem Willen angehört und nicht allein gelassen. Zum Dank können Sie sich dem Respekt und der Achtung Ihrer Bürger auf Jahrzehnte sicher sein. Diese mutige und solidarische Entscheidung hat allen Respekt und alle Achtung verdient. Hier zeigt sich eine Gemeinschaft, die in ihrem Zusammenhalt noch viele Stürme gemeinsam überwinden wird. Für die Zukunft wünschen wir deshalb allen Wilnsdorfern inklusive der Politik alles erdenklich Gute!!!!!!!!!
    Matthias Büdenbender, Anke Hartmann-Wegner

  68. Andreas Wegner

    Hallo Herr Neeb,
    ich habe mir den Beitrag auf Wikipedia angesehen.
    Ich habe allergrößten Respekt vor jedem, der seine eigene Meinung zu diesem Thema bringt, tue mich aber schwer damit, wenn ich es mit kopierten Passagen aus Wikipedia zu tun bekomme.
    Des weiteren freue ich mich wie Sie auch auf Abende vor dem Kamin, weil, wenn wir so weiter machen und die Kraftwerke einschließlich Gas und Kohle alle abgeschaltet haben und unsere Großindustrie am Boden liegt, haben wir alle sehr viel Zeit dafür. Aber vielleicht arbeiten wir auch nur dann, wenn der Wind für ein wenig Strom sorgen kann. Nun musste ich aber leider feststellen, dass ich ja gar keinen Kamin habe.
    So ein Mist, was mach ich denn dann?
    Zu den Windmühlen noch ein Satz, man kann natürlich dieses nicht so einfach miteinander vergleichen, da Windmühlen nicht mehr in der Anzahl vorhanden sind, wie Windkraftanlagen aus dem Boden schießen. Auch unterscheiden sie sich in ihrer Form und Größe erheblich voneinander.
    Auch die mechanischen Bauteile sind nicht miteinander vergleichbar.
    Wenn ich wie Sie den Vergleich zu natürlichen Infraschallquellen zu Rate ziehe, sollte man nicht noch mehr künstliche dazu gesellen. Aber genau solche Ansichten sind es, die unser Land im internationalen Vergleich immer schlechter aussehen lassen.
    Im übrigen nennt man Windmühlen heute historische Baudenkmäler, mit etwas Glück wird es uns bei den Windkraftanlagen in einigen Jahren ebenso gehen.

  69. Matthias Büdenbender

    Sehr geehrter Herr Neeb,

    glauben Sie wirklich was Sie da so alles schreiben? DSDS habe ich bisher zwar noch nicht gesehen, sollte dies aber jetzt wohl besser in Erwägung ziehen. Viel schlechter kann ich nicht unterhalten werden, Ihre Meinung in allen Ehren – Fakten sehen anders aus:

    Nur mal eine Zahl: 32.700.000 m² Fläche sollen nach dem Willen der Landesregierung alleine im Kreis Siegen Wittgenstein als Vorrangzone für Windkraft augewiesen werden. Dies entspricht einer Fläche von ca. 6.000 Fußballfeldern. Wenn sich der „Grüne“ Lobbyismus gepaart mit Großindustrielleninteresse durchsetzt, wird vom Naherholungsgebiet Rothaargebirge nicht viel übrig bleiben, die aktuelle Namensdiskussion für dieses Gebiet spielt auch keine Rolle mehr, da sich die Sache komplett erledigt hat. Aktuell sind 132 ha ausgewiesen, es müssen 3.270 ha werden!

    Ein Problem besteht noch, was machen wir mit den Menschen die dort leben? Eventuell haben ja da die Befürworter der Windkraft Lust hier zu leben. In Werthenbach entsteht demnächst ein Baugebiet. Alle die, die Windanlagen haben wollen Betreiber, Projektierer, Politiker (Remmel, Neuhaus und Gefährten) und auch Sie Herr Neeb sind herzlich eingeladen sich in der Gemeinschaft mit einzubringen – Störungen liegen ja keine vor und es hat auch niemand die Absicht eine Mauer zu bauen … wenn Sie wissen was ich meine. Aber die Geschichte ist ja wahrscheinlich auch eine andere gewesen, oder?

    Nochmals für uns Alle: Es geht hier nicht alleine um die Verhinderung der Vorrangzone oder um Einschränkungen der Windenergieanlagen in Bezug auf Höhe, Anzahl etc. falls das erste Ziel nicht erreicht werden kann. Es geht hier um uns, um die Zukunft in der Gemeinschaft in der wir leben. Die Landschaft von heute, die wir lieben, wird nicht mehr wiederzuerkennen sein. Eine Gute Idee (EEG) wird von Einzelnen auf Kosten der Allgemeinheit ausgenutzt – Landschaften dauerhaft zerstört, Kapital vernichtet, Regionen zerstört, Gesundheit gefährdet – und das alles unter dem Deckmantel der Grünen Energie.

    Mit uns nicht – Matthias Büdenbender

  70. Judith Schweidler

    Sehr geehrter Herr Neeb,

    es gibt auch andere Studien:
    Ein Forschungsprojekt der Universität Frankfurt am Main, durchgeführt von Prof. Dr. Jürgen Hasse, kommt zu dem Schluss, dass Windkraftanlagen in der Nähe von Wohngebieten die Lebensqualität der Anwohner nachhaltig verändern.
    Als Folge der Beeinträchtigung der Lebensqualität sinkt der Verkehrswert der Immobilien signifikant. Immobilienmakler bestätigten im Rahmen der Studie Wertverluste bei Immobilien in Höhe von durchschnittlich 20 bis 30 Prozent durch die Errichtung von Windkraftanlagen mit Einfluss auf Wohngebiete. Im Einzelfall droht gar die völlige Unverkäuflichkeit.

    Wertmindernde Gründe für die Immobilien sind: Geräuschimmissionen, Infraschall, der möglicherweise für Zunahme von Herz-Kreislauferkrankungen bei Menschen, die in der Nähe von Windkraftanlagen leben, verantwortlich ist, Schattenwurf, Unruhe durch die drehenden Rotoren sowie die Verschandelung der Landschaft und der unwiederbringliche Verlust des Erholungswertes der Natur.

    Ihr Vergleich der „Nichtverschandelung“ der Landschaft durch eine Windmühle in Holland mit einem der hier geplanten Windräder von Enercon, Typ 101 hat mich im übrigen sehr amüsiert.

  71. Anke Hartmann-Wegner

    Unzulässige Verhinderungsplanung, was ist das eigentlich?
    Herr Rahrbach als Bauamtsleiter der Stadt Netphen betonte auf der Salchendorfer Bürgerversammlung, dass eine Verhinderungsplanung unzulässig sei. Das dürfte insoweit auch unstreitig sein. Aber was ist das eigentlich? Eine dahingehende Erklärung bleiben die meisten ja schuldig.
    Das OVG Lüneburg hat in einem seiner Urteile (z.B. am 11.11.2013) nachstehende Definition gebraucht: Eine unzulässige Verhinderungsplanung liegt dann vor, wenn eine positive Zielsetzung nur vorgeschoben wird, um eine in Wahrheit auf bloße Verhinderung gerichtete Planung zu überdecken.
    Seinerzeit war in Salchendorf z.B. der planerische Wille der Stadt erkennbar auf die Konzentrierung von Windenergieanlagen innerhalb des ausgewiesenen Vorranggebietes gerichtet. Dieser Wille wurde letztendlich durch die tatsächliche Errichtung von drei Anlagen nach außen deutlich. Das auf das weitere Vorranggebiet nicht mehr gebaut wurde aufgrund der Höhenbeschränkung, verpflichtet die Stadt aber keineswegs dazu, weitere Vorrangzonen einzurichten, nur weil Betreiber an dem Betrieb von sogenannten Kleinanlagen kein Interesse mehr haben. Es ist noch nicht einmal per se schädlich, wenn eine Stadt nur eine Konzentrationszone ausgewiesen hat, auf der nicht mehr als drei Anlagen verwirklicht werden können (vgl. OVG Lüneburg vom 11.11.2013).
    Anhand dieses Urteils kann man gut erkennen, dass so schnell von einer unzulässigen Verhinderungsplanung nicht ausgegangen werden kann. Erst Recht muss man nicht aus einer Erklärungsnot heraus auf in der Zukunft eventuell in Kraft tretende und eventuell auf die Kommunen zukommende Energiepläne zurückgreifen. Vielmehr hätte die Stadt vorerst keine weiteren Vorrangzonen ausweisen müssen, weil noch eine nicht bebaute vorhanden war.
    Vielmehr entsteht so langsam der Eindruck, dass unzulässige Verhinderungsplanung bereits dann angenommen wird, wenn Bürger gegen die Ziele und den Willen der Windkraftanlagenbetreiber ihre Meinung zum Ausdruck bringen. Irgendwann muss sich aber jeder einmal positionieren, auch unsere Stadt. Wenn sie also meint, gleichwohl neue Vorrangzonen ausweisen zu müssen, dann sollten sie im Interesse und dem Willen ihrer Bürger aber auf jeden Fall von ihrem Recht auf Höhenbegrenzung Gebrauch machen.

  72. Dirk Neeb

    Hallo,
    wer sich mal genauer (und vorurteilslos) über Windkraft informieren möchte, kann mal bei Wikipedia unter „Windkraftanlage“ nachlesen.
    Dort gibt es u.a. auch interessante Informationen zu den Auswirkungen auf Tourismus, Wertverlust von Immobilien, Infraschall, energetische Amortisation usw.
    Zitat z.B. aus „Tourismus“:
    „2012 führte das Institut für Regionalmanagement im Auftrag des Naturparks Hohes Venn-Eifel eine repräsentative Studie durch, bei der 1.326 Personen befragt wurden, davon 159 mit Wohnsitz innerhalb des Naturparks… Demnach empfanden 59 % der Befragten die Windkraftanlagen als nicht störend, 28 % als störend aber akzeptabel. 8 % empfanden sie als störend und 4 % als sehr störend. 91 % der Befragten gaben an, dass sie auch bei einem weiteren Zubau von Windkraftanlagen wiederkommen würden…“

  73. Jürgen Krüger

    Wer schützt die Natur, die Menschen und (energieintensive) Industrie vor dieser grünen Scheinheiligkeit (dem Klimaschutz)? Klare Fakten, bereits deutlich sichtbare und absehbare Folgen der chaotischen und nicht zu bezahlenden Umsetzung der Energiewende in unserem Land zählen offensichtlich nicht.
    Es geht in Wirklichkeit auch nicht um den Klimaschutz – auch nicht den Umweltschutz – sondern um Cash und Macht dieser Lobby! Die Entmündigung der Bürger vor Ort, die Verschandelung der Landschaft, der massive Verlust von Industriearbeitsplätzen – und trotz hoher Subventionen – eintretende Milliardenpleiten bei den Sonnen- und Windanbetern werden dafür in Kauf genommen.

  74. Dirk Neeb

    Hallo, schön zu sehen, dass sich so viele Menschen in unserer Region Gedanken um die Natur machen.
    Ich finde es toll, dass die überwiegende Mehrzahl derer, die hier Ihre Meinung kundtun, willens sind, ihren Verbrauch an elektrischer Energie drastisch einzuschränken.

    Nur durch die Abschaltung von Atomkraftwerken allein kann die Energiewende nämlich nicht erreicht werden. Dieses war zwar ein erster Schritt in die richtige Richtung, denn so wird zumindest die Neuproduktion der stärksten und langlebigsten Umweltgifte, die es überhaupt gibt, nämlich radioaktive Zerfallsprodukte, ein wenig eingeschränkt.
    Zusätzlich müssen auch die Kohle-, Öl- und Gaskraftwerke abgeschaltet werden, die (ebenso wie Auto- und Flugverkehr und die Industrie) durch massive CO2-Emissionen unser Weltklima nachhaltig belasten, und mit dazu beitragen, dass unsere Kinder und Enkel in Zukunft mit immer größeren Naturkatastrophen wie Stürmen, Starkregen- und Starkschneefällen, Überschwemmungen, monatelangen Trockheitsperioden und ähnlichem konfrontiert werden.
    In jedem neuen Jahr liefert uns die Natur schonmal einen kleinen Vorgeschmack von dem, was noch kommen wird (siehe Kyrill, Elbhochwasser, Tornados, usw.).

    Aber wo soll der Strom dann herkommen? Hochspannungsleitungen, die die woanders erzeugte elektrische Energie zu uns transportieren, sind nämlich auch häßlich und umweltschädlich (wie übrigens auch die Mobilfunksender, mit deren Hilfe immer mehr Menschen telefonieren und ins Internet gehen).
    Bleibt also nur, den Strom umweltverträglich selbst zu erzeugen (z.B. mittels Solaranlagen auf jedem Haus. Leider ist das aber wegen der unzumutbaren Belastung der Gesellschaft durch die EEG-Umlage nicht machbar.), oder eben, weniger (am besten keinen) Strom zu verbrauchen

    Wirklich erfreulich, dass das inzwischen so viele Menschen verstanden haben!

    Ich freue mich schon auf die gemütlichen Abende mit der Familie bei Kerzenschein am Kamin, wenn man sich wieder Geschichten erzählen und Gesellschaftsspiele spielen wird, statt auf dem 3D-Flachbildfernseher DSDS anzusehen. Und statt stundenlang vorm Computer zu sitzen, werden wir wieder mehr spazieren gehen und im eigenen Garten Gemüse anbauen. Statt via Facebook werden wir unsere sozialen Kontakte wieder im direkten menschlichen Umgang pflegen. Die Wäsche der vierköpfigen Familie wird die Hausfrau (oder der Hausmann) wieder per Hand waschen. Unser ganzen Leben wird sich beruhigen, und das ist auch gut so.

    Ich hoffe, dass ich für diese Ausführung nicht gleich gelyncht werde, denn eigentlich wollen wir doch alle dasselbe:
    Eine gesunde und intakte (Um-)Welt, in der wir, unsere Kinder und Kindeskinder gut leben können.

    Übrigens. Infraschall wird nicht nur von Windrädern erzeugt, sondern auch vom Wetter, Meereswellen, Autos und praktisch allem, was Luft in Bewegung versetzt.
    Mir ist nicht bekannt, dass die Anwohner von Meeresküsten (z.B. in Holland, wo Windmühlen eine jahrhundertealte Tradition haben und von den meisten Touristen nicht als Verschandelung der Landschaft angesehen werden) vermehrt mit Depressionen oder Fehlgeburten zu kämpfen haben, aber vielleicht bin ich ja falsch informiert.

  75. Lara Klein

    Hallo,
    auch meine Familie und ich sprechen uns ganz deutlich gegen die Windräder.
    Ich habe so schon genug Schlafstörungen, dass muss nicht noch durch ein Windrad verschärft werden. Außerdem ist der Geldeinsatz höher als die daraus gewonnene Energie.
    Lg und hoffentlich hats was gebracht.

  76. Anke Hartmann-Wegner

    Mittlerweile tragen sich schon Touristen vom Lahnhof auf unsere Unterschriftenliste ein. Sie kündigen offen an, nicht mehr wieder kommen zu wollen, sobald die Windräder stehen würden. Völliges Unverständnis schlägt den Gastronomen entgegen. Aber letztendlich für was? Auch die Gastronomie vor Ort geht uns alle an. Auch sie dürfen wir nicht alleine lassen, nur damit ein paar wenige verdienen. Was ist mit den Arbeitsplätzen? Was ist mit dem Ausflugsziel Lahnhof? Mudersbach hat verstanden und stellt sich vor seine Bürger. Wann dürfen wir mit Verstehen rechnen ……………….

  77. Rüdiger Schilk

    Ich danke den Initiatoren und Kommentatoren für die vielen informativen Beiträge.
    Das hat auch mir dir Augen geöffnet.

    Spreche mich hiermit gegen diese Windkraftanlagen in unserer Region aus!

    Rüdiger Schilk

  78. Judith Schweidler

    Schade, dass sich bislang nur so wenig Bürger aus dem Oberen Siegtal an der Unterschriftenaktion beteiligen.
    Auch die Leute aus dem Oberen Siegtal sollten langsam aufwachen und aktiv werden, denn auch dort sind Windräder geplant. Wenn die Windräder erst einmal stehen ist es zu spät und betroffen sind dann ALLE!

  79. Elke Dausacker

    Zurück in die Einflugschneise?
    Da sind wir nun vor knapp sieben Jahren aus der Einflugschneise des Frankfurter Flughafens hierher gezogen und nun das?? Ich bin wahrlich kein Gegner regenerativer Energien, aber bitte dort, wo es auch passt. Und bitte dann, wenn es auch den Zweck erfüllt, den es erfüllen soll. Regenerative Energien sollen die Umwelt schonen und letztlich der Gesundheit des Menschen und der Lebewesen dienen. Die Errichtung eines solchen Windparks im Werthetal, noch in Form der Errichtung von Anlagen in der geplanten Größe widerspricht jeder Verhältnismäßigkeit zwischen Kosten und Nutzen. Insbesondere der Nutzen entbehrt hier jeglicher Grundlage. Nachgewiesenermaßen erzeugen Windkraftanlagen, insbesondere in der geplanten Größe und Nähe zur Anwohnerschaft, Emissionen im und außerhalb des Hörbereichs, ebenso wie in visueller Hinsicht. Dass insbesondere die Geräuschbelastungen durch Infraschall, d.h. die Geräusche, die außerhalb des hörbaren Bereichs (unterhalb von ca. 14 Hz) liegen, für erhebliche Gesundheitsschäden sorgen können, wird nach und nach durch immer neuere und detailliertere Studien belegt. Infraschallwellen sind im Gegensatz zu den Schallwellen in für den Menschen hörbaren Bereichen nicht durch Mauerwerk abdämmbar, gehen also durch Hauswände weitgehend ungehindert hindurch und können die Gesundheit der Anwohner ungehindert zu jeder Zeit beeinträchtigen, ohne dass der Betroffene es zunächst bemerkt oder er sich davor schützen kann. Gesundheitliche Folgen können sein Schlafstörungen bis hin zur kompletten Schlafzerrüttung, Kofschmerzen, Brechreiz, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Gleichgewichtsstörungen. Nicht umsonst schreibt die Richtlinie 89/391/EWG auf Europaebene schwangeren Arbeitnehmerinnen vor, dass sie keine Tätigkeiten verrichten sollten, die zu starken niederfrequenten Vibrationen führen können, da diese Fehl- oder Frühgeburten auslösen können. Von den Regelungen der TA-Lärm werden Infraschallgeräusche gerade nicht erfasst, so dass tatsächlich die Errichtung einer Windkraftanlage den Erfordernissen der TA-Lärm entsprechen kann, die Anwohner aber dennoch einer erheblichen Gesundheitsgefahr ausgesetzt sein können.
    Abgesehen von den „kosmetischen“ Veränderungen, die die Anlagenerrichtung auf Werthe- und Siegtal haben würde, möchte ich mit meiner Familie nicht zurück in die Einflugschneise. Flugzeuge brächten zwar zugegebenermaßen eine erheblich hörbarere Belästigung mit sich. Der noch nicht endgültig auserforschten, jedoch heute schon nachweisbaren erheblichen Gesundheitsgefahr durch Infraschall und Schattenwurf der Rotorblätter möchte ich meine Familie, insbesondere meine Kinder, jedoch nicht aussetzen.

  80. Lani

    Hallo zusammen!!!

    Die Listen werden länger und länger…….macht alle Freunde, Nachbarn und Bekannte mobil.
    Habe heute abend festegestellt, das vielen Mitbürgern/-innen die persönliche Ansprache wichtig ist.

    Sind alle dagegen und warten nur darauf angesprochen zu werden……..iss halt aufm Dorf so.

    Aber gemeinsam sind wir stark!!!!!

  81. Hendrik

    Über 500 Bürgerinnen und Bürger haben sich in so kurzer Zeit hinter die Bürgerinitiative gestellt und ein Zeichen gegen die weitere Industriealisierung unserer Wälder gesetzt. Klasse! Weiter so und vielleicht eine passende Gelegenheit der BI für eine Pressemeldung.

  82. R. Berends

    Setzt euch mal mit den Einwohnern von Hesselbach in Verbindung. Die haben schlagkräftige Argumente aus eigener leidvoller Erfahrung.

  83. Jürgen Döring

    Hallo allerseits,

    da will ich doch als „Zugezogener“ auch mal ein paar kurze Gedanken zum Besten geben. Also, fangen wir doch mal bei den beiden wichtigen Sachen zu dem Thema Windräder an. 1. Geld – und das 2. war dann glaub ich nicht so wichtig.
    Immer wieder tauchen in unserem schönen Land „hoch kompetente“ Finanzgurus auf, erst mit tollen Ideen wie kapital bildender Lebensversicherungen oder schicken Aktienpaketen am damaligen Neuen Markt. Ach so, die Immobilienpakete angeboten durch einen namhaften „unabhängigen Finanzdienstleister“ hätte ich beinahe vergessen. Alle versprechen uns goldene Berge Geld und Glücksehelichkeit bis zum Ende aller Tage. Wie die Geschichten ausgegangen sind haben wir wohl alle schon mal bitter zu spüren bekommen. Genau in dieser Reihe sehe ich meiner, zugegeben nur auf gesunden Menschenverstand beruhenden, Meinung die jenigen die jetzt für die Investition in Windkraft im Siegerland werben und dafür wieder goldene Berge versprechen. Wer die aktuellen politischen Diskussionen verfolgt wir leicht erkennen das die Tage der großen Subventionen auf diesem Gebiet gezählt sind. Gut aber jeder hat natürlich das Recht sein Geld dort zu verbrennen wo er will, aber muss er denn dabei auch noch das kaputt machen was unsere Heimat so schön und liebenswert macht ?
    Ich finde da könnten die verantwortlichen mal kurz ’ne Halbzeitpause drüber nachdenken,
    n‘ Viertel Stündchen, das schafft ihr schon !

    Viele Grüße aus dem Eichbornweg

  84. Stefan Engel

    Ich hoffe, dass diesmal alle Bürger im Sieg- und Werthetal zusammenhalten und es schaffen, den Bau dieser
    Windräder zu verhindern. Windenergie ist ja grundsätzlich gut, aber die Umwelt mit solchen
    Monsteranlagen zu zerstören, um (vorgeblich) umweltfreundliche Energie zu erzeugen, ist schizophren. Von
    dem Wahnsinn des eigentlich gut gemeinten EEG mal ganz abgesehen: Strom wird immer teurer, es wird mehr Kohle
    verfeuert und der CO2-Ausstoss wird nicht reduziert . Die Politik hat mal wieder versagt – auf Kosten der
    Umwelt und der Bürger. Wie so oft …

  85. Stefan Laux

    Ein Windpark in diesem Gebiet, in dieser geplanten Größe ist eine Horrorvorstellung.
    Einige Links auf Eurer Homepage zeigen ja schon deutlich die Zerstörungskraft, die alleine die
    Installation mit sich bringt.
    Um sich ein Bild zu machen, wie so etwas aussieht, muss man nicht weit reisen. Auf der Kalteiche in Wilnsdorf wurde auch im großen Stiel Wald vernichtet. Dort sieht es Stellenweise aus wie nach einem Krieg. Schmerzlich das zu sehen, wenn man vorher an dieser Stelle durch einen dichten Wald fahren konnte. Ich finde, das der Faktor „Zerstörung des Naherholungsgebietes“ im Flyer etwas zu Kurz kommt. Das geplante Gebiet durchfahre ich je nach Jahreszeit 1-3 mal pro Woche mit dem MTB. Das wird dann auf
    längere Sicht nicht mehr möglich sein. Das abholzen und roden bestehender Waldflächen muss bzw. müsste ein absolutes Tabu sein.

  86. Mira Schulte

    Ja, es müssen alternative Energien her.
    Aber nicht auf Gedei und Verderb – zum Nachteil bestehender Ökosysteme!!

  87. Jens Büdenbender

    @ Marco Steiner:
    Wir als Alternative für Deutschland – Kreisverband Siegen-Wittgenstein haben dieses Problem erkannt und in das Kommunalwahlprogramm aufgenommen. Zitat:

    „Es ist unsozial, immer größere Subventionen für Sonnen- und WIndenergie über die Strompreise zu finanzieren.

    Die zeitlichen Vorgaben bei der Umsetzung der Energiewende müssen kritisch hinterfragt werden.

    Die AfD Siegen-Wittgenstein befürwortet die Mitwirkung der Bürger bei der Aufstellung von Flächennutzungsplänen, die Ausschlußwirkung für das Aufstellen von Windenergie-Anlagen haben.“

    Sollten wir in den Kreistag einziehen, werden wir uns der Sache annehmen.

    Viele Grüße

    Anmerkung von der BI: Hierbei handelt es sich um eine Antwort auf den Kommentar von Marco Steiner am 11.03.2014!!!!!

  88. Stephan Wurst Artikelautor

    Hallo Herr Nentwig, wenn ich aus meinem Schlafzimmer in Richtung Salchendorf schaue sehe ich die Windräder in voller Pracht. Da diese Windräder „nur“ eine Höhe von 98 Meter haben, werden Sie die Windräder aus Werthenbach mit einer Höhe von bis zu 220 Meter mit Sicherheit sehen können.

    Mit freundlichen Grüßen
    Stephan Wurst
    Berghofstr.7
    Netphen Werthenbach

  89. Dieter Nentwig

    Es ist für mich unverständlich, dass auf unserer letzten Haubergsversammlung argumentiert wurde, wir Salchendorfer Bürger wären von dieser Maßnahme nicht direkt betroffen, da die Anlagen nicht in unserem direkten Sichtfeld stünden. Hier sollte noch einmal von Eurer Seite Aufklärung betrieben werden.

    Gruß
    Dieter Nentwig mit Familie

  90. Sebasian Dirlenbach

    Weiter so!! Dieser Irrsinn muss gestoppt werden.
    Naturschutz vor Profitwahn!!

  91. Andreas Wegner

    Hallo an alle,
    der Zeitungsbericht der Siegener Zeitung von heute morgen (12.03.2014) enthält einen Artikel der BI Siegtal.
    Über http://www.ber.de kann man für eine Petition im Deutschen Bundestag unterschreiben, wo es um die Änderung des §35 geht, genauer gesagt die Abschaffung der Privilegierung von Windenergieanlagen im Außenbereich. Bis heute morgen waren rund 4700 Unterschriften zu verzeichnen. Wenn wir uns auch daran beteiligen würden so kämen noch weit über 300 Unterschriften noch dazu. Benötigt werden allerdings 10000 Unterschriften. Noch sind 60 Tage Zeit. Ich habe mich sofort eingetragen.

  92. Marco Steiner

    Mit Blick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen Ende Mai diesen Jahres würde mich natürlich auch mal interessieren, wie die Netpher-Kommunalpolitik zu diesem Thema steht, ganz besonders natürlich die potentiellen Kandidaten der Wahlkreise aus dem Johannland.

  93. Schwongs Thomas

    Hallo Zusammen,
    schaut man sich die ausgewiesene Vorrangzone an, erstaunt es schon, daß offensichtlich nur das Obere Johannland aktiv wird.
    Liebe Grissenbacher,Nenkersdorfer und auch Walpersdorfer, die 10-12 Anlagen werden rd. 220 m hoch und sind auch von den Bewohnern des Siegtales stellenweise nur rd. 1.200 m entfernt (für den Sonnenhof, ist dann nur noch der Schatten von drei Anlagen vorgesehen).
    In Bayern wird bei einer solchen Anlagenhöhe ein Abstand von 2.200 m vorgeschrieben! Wissen die mehr als wir???
    Der Siegerländer an sich läßt sich mit Attributen wie bodenständig, ehrlich, besonnen, nachhaltig wirtschaftend etc. in Verbindung bringen. Als Steigbügelhalter für windige Geschäftsmodelle ist er definitiv nicht bekannt! „Net schwätze, mache“ war selten so gefragt wie in dieser Zeit.
    Daher vielen Dank an die MACHER und weiter so!

  94. Torsten Locker

    Ein normaler Sonntag, oder „Geben ist seliger denn nehmen!“
    Der Februar – ein normaler Wintermonat in unseren Breiten- zeigt immer wieder die Planwirtschafts-Absurdität der sog. Energiewende auf. In dieser Woche sorgte Starkwind samt dem Gebot der Vorrangeinspeisung für „Erneuerbare“ für ein Überangebot an Strom. Nur unter Zugabe von reichlich Geld konnte dieser an die sonst unwilligen Abnehmer ins Ausland abgeleitet werden. Die Grünen feierten diesen „Erfolg“ wieder als „Stromexport“ und beklagten lauthals, dass die bösen Versorger diese niedrigen Preise nicht an die hiesigen Verbraucher weitergeben. Verrückte Welt? Richtig!
    Von Edgar Gärtner

    Sonntag, der 16. Februar 2014. Für mich in Mittelhessen ein ganz normaler Sonntag: Vormittags die Sonntagsmesse in unserer Pfarrkirche. Mittagessen mit einer Kollegin. Danach Spaziergang im benachbarten, schon frühlingshaft anmutenden Park. Die Sonne scheint. Selbst ältere Parkbesucher lassen sich auf den Bänken nieder, um die Sonnenstrahlen zu genießen. Die Gäste des kleinen Cafés werden bereits im Freien bedient. Aber es ist etwas windig an diesem schönen Nachmittag. Die Wetterkarte zeigt mir, dass das wohl die fernen Ausläufer des Sturmtiefs „Ulla“ sind, das gerade die britischen Inseln heimsucht. Ich kann mir denken, dass der Wind in der norddeutschen Tiefebene viel kräftiger bläst als zwischen den hessischen Mittelgebirgen. Und so war es auch. Die Windmüller (manche nennen sie in klassenkämpferischem Ton bereits „Windjunker“) konnten sich offenbar die Hände reiben. Der Wind blies kräftig, erreichte aber in der Ebene durchaus nicht Orkanstärke, also genau richtig für eine gute Ausbeute der vielen Tausend Windräder, die Norddeutschland zieren. Hätte er heftiger geblasen, hätten sich viele Windräder aus Sicherheitsgründen automatisch aus dem Wind gedreht und die Windernte wäre eher mager ausgefallen.
    Heute, am Dienstag, dem 18. Februar, erfahre ich nun aus den Aufzeichnungen der Leipziger Strombörse EEX, wie hoch die Windausbeute an diesem schönen Vorfrühlings-Sonntag war: Sie überschritt deutlich den deutschen Bedarf. Was zur Folge hatte, dass 411.678 Megawattstunden an der EEX nur zum Preis von minus 629.662 Euro weggingen. Im Klartext: Die deutschen Stromnetzbetreiber mussten Abnehmern in den Nachbarländern je Megawattstunde 1,53 Euro zuzahlen, um den überschüssigen Strom loszuwerden. Die deutschen Stromkunden mussten für diesen Strom mit einem negativen Börsenwert über die EEG-Umlage auf ihre Stromrechnung aber rd. 29 Millionen Euro zahlen. Das passierte an einem Wochenende ohne besondere Vorkommnisse.
    Torsten Locker

  95. Lars Klein

    Gerne unterstütze ich nach meinen Möglichkeiten alles, was hilft den geplanten Bau der Windenergie Anlagen zu verhindern.
    Ich würde mich freuen über geplante Infoveranstaltungen oder Aktionen per Flyer oder Email informiert zu werden.

  96. Andreas Wegner

    Hallo an alle, ich habe noch einen Link :http://www.windparklangeheide.de.
    Auf der Seite etwas nach unten gehen, dort ist eine Audioaufnahme bei der man den Lärm der kleinen Anlagen hören kann.
    Auch die Ausführungen der Hausbesitzerin sind sehr interessant.

  97. Ute Graebener-Bates

    Ich kann jedem nur empfehlen, den Kommentar von Heike Stenger, eingetragen am 3. Maerz 2014 zu lesen! Eine Betroffene, deren Angaben sicher aufschlussreich sind. Wollen wir auch so leben? Sollen unsere Kinder und Enkel so leben.

  98. Sascha Burgmann

    Ich bin mit meiner Familie nach Werthenbach gezogen und habe ein Haus gebaut weil wir die Ruhe und die Natur Lieben die es hier gibt.
    Ich möchte nicht das dies durch die Geldgier eines Betreibers von Windparks kaputt gemacht wird.

    Sascha Burgmann

  99. Hendrik

    Hallo,

    ich sehe das Thema Windenergie in unserer Region sehr kritisch. Probleme sehe ich u.a. in der der nicht vorhandenen Speicherkapazität und der geringen Effektivität durch zu wenig Wind. zur Speicherkapazität: Wohin mit überflüssigen Windstrom? Woher den Strom nehmen wenn kein Wind da ist? Erst wenn die Frage des Speichers geklärt ist sollte über den weiteren Ausbau dieser Energiequelle nachgedacht werden. Ist diese Frage geklärt, so stelle ich mir die Frage ob es notwendig ist gleich so viele und so große Anlagen in und um Werthenbach zu bauen. Die Argumente wurden hier ja bereits erwähnt.

    Übrigens: Viele „reine Ökostromanbieter“ (z.B. Lichtblick, vgl. http://www.atomausstieg-selber-machen.de/stromwechsel/oekostromanbieter/lichtblick.html) beziehen ihren Strom überwiegend aus Wasserkraft-Anlagen und nur den gesetzlich vorgeschriebenen Teil aus anderen erneuerbaren Energien (z.B. Windkraft-Anlagen, Solar, …). Warum? Weil der Einkauf von Windkraft zu uneffektiv und die Versorgung zu unsicher ist und die Ökostromanbieter nicht teurer sein können als die Wettbewerber. Beim Wechsel des Stromanbieters kann ein Blick auf die Stromherkunft sicher nicht schaden.

    Vielleicht sind so genannte „Zuhause-Kraft-Werke“ eine gute Ergänzung für die Zukunft. Für alle die sich dafür interessieren, empfehle ich den folgenden link (leider nur regional begenzt verfügbar): http://www.lichtblick.de/privatkunden/bhkw/

    Ich danke den Initiatoren für die Webseite und das Engagement und bin auf die weiteren Informationen auf dieser Webseite gespannt.

    Grüße aus dem „Oberdorf“

  100. Diana Wegner-Winnebald

    ich bin darüber erschüttert, welcher Subventionsmißbrauch in unserem Rechtsstaat möglich ist!

  101. Markus Klein

    Ich kann mich dem nur anschließen, was Anke Hartmann-Wegner unter „Aktuelles“ geschrieben hat.

  102. Anke Hartmann-Wegner

    Quizfrage:
    Warum stellt der Staat für den Bau von Windkraftanlagen eigentlich keinen Staatswald zur Verfügung? Hiervon gibt es durchaus genug , siehe Hohenroth und Lahnhof. Wer eine Idee hat, mag sie hier mitteilen. Meine Auflösung folgt in Kürze.

  103. Agnes u Hubert Graebener

    20 Jahre Ortsbürgermeister in Werthenbach.

    Dietmar Kölsch schreibt.
    Hier könnte man noch viele Seiten schreiben und
    an die Hoffnung appelieren,aber ich habe die
    Befürchtung die Dollarzeichen in den Augen
    einiger der Verantwortlicher sorgen für eine
    Verblendung dem schließen wir uns an.
    Agnes u Hubert Graebener

  104. Andreas Wegner

    Hallo an alle, bitte die neuen Youtube-Videos vom Soonwald anschauen.
    Das selbe wird uns treffen.

  105. Anna Ruitz & Peter Schmick

    Zuerst einmal möchten wir uns bei den Organisatoren der Bürgerinitiative „Gegenwind-Werthenbach“ für ihren Einsatz bedanken.
    Wir sind nicht für voreilige Entscheidungen und nach derzeitigem Stand können wir wegen der vielen Unklarheiten eine Windkraftanlage an diesem Standort nicht befürworten.
    Beispiele aus Regionen, in denen bereits die bis zu 200 Meter hohen Anlagen der 3-Megawatt-Klasse in der Nähe von Dörfern aufgestellt wurden, zeigen: Bewohner klagen über permanente Schallbelastung und Erkrankungen (z.B. Schlafstörungen).
    Man sollte durch ein unabhängiges Institut eine Langzeitmessung durchführen lassen, ob solche Anlagen in unserer Region überhaupt das bringen was sie versprechen ( z.B. Standort Hilchenbach, bis heute wurde noch nie die Leistung erbracht, die vorausgesagt wurde)

  106. Dietmar Kölsch

    Grundsätzlich finde ich alternative Energie vernünftig und unverzichtbar,
    nur diese muß vernünftig und verträgich mit der Natur (auch wir Menschen sind Natur) eingesetzt werden.

    An unseren Küsten sind hunderte von riesigen Windkraft anlagen gebaut, und subventioniert worden, können aber nicht ans Netz gehen weil das Netz einfach fehlt!!
    An den Küsten geht fast immer der Wind, warum werden die Netze nicht erst ausgebaut und erst dann weitere W-Anlagen gebaut?
    Was nützt die Windenergie wenn es zu wenig Möglichkeiten der Speicherung gibt?
    Sollte nicht vorher ein tragfähiges Konzept erarbeitet werden um Windkraft wirtschaftlich zu betreiben?

    Nein, es wird ein Model mit Subventionen, von denen einige wenige provitieren, gewählt was auf Dauer so nicht funktionieren kann. Wenn es dann nicht funktioniert hat müßen die „Eingeborenen“ mit den Hinterlassenschaften leben. Denn die gesicherten Rücklagen reichen heute kaum zur Beseitigung der Hinterlassenschaft, viel weniger erst in 15 – 20 Jahren.

    Hier könnte man noch hunderte von Seiten schreiben, in der Hoffnung an die Vernunft zu appelieren, aber ich habe die Befürchtung die Dollarzeichen in den Augen einiger der Verantwortlichen sorgen für eine Verblendung!
    Also weiterhin unseren „Billigstrom“ aus Solar und Windkraft ins Ausland verschenken, dann bei windstille in der Nacht teuer zurückkaufen, damit der Hochofen nicht ausgeht um neuen Stahl für fehlgeplante Windkraftanlagen herzustellen!

    Noch einen Satz zum Thema Atomstrom Ausstieg, ein Ausstig muß Europaweit ausgeführt werden, wenn ein Kraftwerk unserer Nachbarn hochgeht macht die Katatrophe nicht an der Grenze halt! Auch das sollte wir uns klarmachen.

    Ein paar meiner Gedanken, auch ich denke an die Zukunft meiner Kinder und Enkel.

    D.Kölsch

  107. Andreas Wegner

    Atomausstieg ist sicher eine tolle Sache, keine Frage. Jedoch muss man sich im klaren darüber sein, dass Atomkraftwerke, wenn sie abgeschaltet sind und keine Gewinne mehr einfahren, nur noch Kosten in Milliardenhöhe verursachen werden.
    Das Entsorgungsproblem ist dann noch lange nicht vom Tisch. Aber wie stellt sich die Politik die Frage der Grundversorgung eigentlich vor ?
    Ein Industriestandort Deutschland wird sich mit Windkraftanlagen allein wohl nicht am Leben erhalten lassen. Alles das wird massiv Arbeitsplätze kosten und unser gewohnter Lebensstandard wird sich drastisch ändern.
    Wir sind in Deutschland schon heute gegenüber dem Ausland fast nicht mehr konkurrenzfähig. In China, Indien oder Indonesien aber auch Amerika interessiert sich niemand für das Thema Umweltschutz und CO2.
    Nur wir Deutschen wollen aus einem kleinen Land die Welt retten. Das ist ehrenwert und finde ich prinzipiell auch gut, aber dann muss man den Gedanken auch zu Ende denken und die Technologie muss ausgereift sein. Dazu gehören die jetzigen Windkraftanlagen aber sicher nicht. Für jeden wirtschaftlich denkenden Menschen sind sie nur eine Rechtfertigung für Subventionsgeschenke in unanständiger Höhe auf Kosten von Mensch, Tier und Natur.

  108. Stephan Wurst

    Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn man nichts mehr hinzufügen, sondern nichts mehr weglassen kann“ (ANTOINE DE SAINT-EXUPÉRY).

    Perfektion ist, dass was wir jetzt haben. Ein Leben ohne Windräder.
    Liebe Grundbesitzer,
    bitte denkt an Eure/unsere Kinder oder Enkel, die dieses belastende Erbe mit sich herumtragen werden.
    Setzt sich dieser Bürgerwindpark durch, werden Eure/unsere Kinder und Enkel in einer zerstörten Natur leben müssen. Wollt Ihr das wirklich? Seid Euch Eurer Verantwortung bewusst.
    Wo ist eigentlich die „ Vernunft“? Wo ist der „ Vater des Rothaarsteigs“? Wo ist der „Naturschutzbund“?
    Ich hoffe, dass Ihnen nichts zugestoßen ist und sie bald zurück kehren um diesen WAHNSINN zu stoppen.

    Stephan Wurst

  109. Harald Fruhner

    Eine Mrd. schwere Lobby hat sich den Weg geebnet und Gesetze erlassen oder gebeugt, nach denen an Standorten Windkraft-Industriegebiete realisiert werden können, an denen sonst keine Jagdhütte gebaut werden hätte können.
    Wann ist endlich Schluss mit dem Raubbau an der Natur und unserem Lebensraum?
    Wann werden die Sorgen der betroffenen Anwohner endlich ernst genommen?
    Wann werden endlich die Experten erhört, die unseren deutschen Sonderweg bei der Energiewende, weil völlig sinnfrei, berechtigt kritisieren.
    Wer heute „ja“ zur Windkraft in unseren Mittelgebirgslagen sagt, wird morgen, wenn die ganzheitlich nötige Infrastruktur für die Grundversorgung zu schaffen ist, mit astronomischen, mehrfach über dem europäischen Durchschnitt liegenden Stromkosten bezahlen. Zudem werden wir „systemrelevante“ Energieversorger retten müssen, die sich großteils in öffentlicher Hand befinden.
    Daher:
    Schluss mit den EEG-Vollkasko-Projekten für einige wenige!
    Keine weiteren Tatsachen in unseren Wäldern!
    Windkraft mit Abstand (10-fache Anlagenhöhe)!

    Harald Fruhner

  110. Judith Schweidler

    Bevor hier unsere schönen heimischen Wälder durch Windparks in Industrielandschaften verwandelt werden, müssen vorab langfristige Windmessungen durchgeführt werden, um genaue Ergebnisse zu einer etwaigen Rentabilität von Windkraftanlagen in UNSEREN heimischen Wäldern zu erhalten. Eine andere Vorgehensweise wäre fahrlässig und verantwortungslos.

  111. Andreas Wegner

    Windkraftanlage CO2 neutral ?
    Die Fertigung einer Windkraftanlage ist ein hoch energetischer Prozess. Es wird für die Nabenfertigung spezielles Roheisen aus Brasilien benötigt, um die erforderlichen Kennwerte überhaupt erreichen zu können. Der Schmelz- und Gießprozess erfordert ebenfalls einen sehr hohen Energieverbrauch für den Schmelzstrom und die Formherstellung bis zum Guß.
    Auch für den Turm wird Stahl aus Hochöfen und Walzwerken benötigt. Dazu kommen die Fertigung für Beton und das Verbringen an die Baustelle. Aus dieser Sichtweite ist es mehr als zweifelhaft, dass diese Anlagen überhaupt jemals dass CO2 einsparen können, dass während ihrer Entstehung produziert wird. Im übrigen hoffe ich auf rege Beteiligung bei der Meinungsbildung!!!

  112. Matthias Büdenbender

    Hallo an Alle,
    für die gestrige Panne mit der Seite bitten wir um Entschuldigung. Wir waren positiv überrascht, dass sich unsere „Sache“ so schnell verbreitet hat und die Betreiber der Internetplattform uns aus diesem Grund ausgeschlossen haben. Wir haben nunmehr einen eigenen Platz gekauft und hoffen zukünftig keine Probleme dieser Art zu bekommen. Macht man ja nicht jeden Tag. :-). Es würde mich freuen, wenn wir gemeinsam weiter an der Sache arbeiten und möglichst viele Informationen über die Plattform verbreiten können. Letzendlich muss sich jeder sein eigenes Urteil bilden.
    Besonders freuen wir uns über Menschen die aktiv mitgestalten möchten und auch bereit sind Ihren Namen auf dieser Seite zu veröffentlichen. Danke an Alle die dort bereits mitmachen.

    Matthias Büdenbender

  113. Heike Stenger

    Betroffenheit aus Banfe…
    Leider haben wir zu spät mitbekommen das in die Nähe unseres Eigentums die Entscheidung für Windräder gefallen ist und müssen nun damit leben, leider.
    Wir haben uns für einen Neubau in Waldnähe und somit verbundener Ruhe entschieden, das ist Dank 4 Windrädern nun vorbei. Je nach Windrichtung haben wir nun die Geräusche eines Flughafens, ständige Beleuchtung und ein immer vorhandenes Grundgeräusch.. Also, bitte etwas Unternehmen, bevor es zu spät ist!!!!

  114. Stephan und Annette Reddig

    Grundsätzlich sind wir sehr für die Nutzung alternativer Energiequellen. Angesichts der vielen ungeklärten Fragen bzgl. Standortnutzen, Energieertrag, Dimension, Rückbaukosten u.v.m, können wir einer (voreiligen) Entscheidung zur Errichtung der Windkraftanlagen im Moment nicht befürworten. Gerne gebe ich unsere Meinung auf diesem Wege weiter. Den Initiatoren vielen Dank für ihr Engagement.

  115. Nicole Klein

    Hallo, ich würde mich freuen, wenn jetzt der Gruppe alle beitreten würden, die etwas bewegen wollen, damit die Grundstückseigentümer vor größerem Schaden bewahrt werden.

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